Verlassenes EKA-Gelände in Dietersheim: Die ehemalige Schlosserei stand in Flammen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 11.10.2026 10:26

Verlassenes EKA-Gelände in Dietersheim: Die ehemalige Schlosserei stand in Flammen

Ein Großaufgebot der Feuerwehr kämpft derzeit auf dem EKA-Gelände in Dietersheim gegen einen Brand. (Foto: Rainer Weiskirchen)
Ein Großaufgebot der Feuerwehr kämpft derzeit auf dem EKA-Gelände in Dietersheim gegen einen Brand. (Foto: Rainer Weiskirchen)
Ein Großaufgebot der Feuerwehr kämpft derzeit auf dem EKA-Gelände in Dietersheim gegen einen Brand. (Foto: Rainer Weiskirchen)

Ein großes Feuerwehraufgebot musste am Sonntagmorgen gegen 8.15 Uhr auf das verlassene Gelände des früheren Möbelwerks „EKA” in Dietersheim ausrücken. Die ehemalige Schlosserei brannte lichterloh. Asbesthaltige Platten erweisen sich derzeit als Problem.

Die Integrierte Leitstelle in Ansbach alarmierte die Wehren mit dem Stichwort „Brand Industriegebäude”, erläuterte Kreisfeuerwehrsprecher auf Nachfrage unserer Redaktion. Betroffen war das frühere Möbelwerk an der B470. Mitten auf dem Areal brannte ein Gebäude. Beim Eintreffen der ersten Kräften schlugen bereits Flammen aus den Fenstern.

Gegen die Flammen kämpfen seitdem die Feuerwehren aus Dietersheim, Neustadt, Altheim, Schauerheim, Nesselbach, Diebach, Beerbach und Dottenheim sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UGÖEL). Die Polizei sowie ein größeres Aufgebot des Rettungsdienstes mit Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst sind ebenfalls vor Ort.

100 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz

Über 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren haben laut Weiskirchen die Flammen in der Zwischenzeit erfolgreich gelöscht. Allerdings gibt es hier und da noch kleinere Glutnester. Die Wasserversorgung erfolgte über gleich mehrere Seiten, auch über die dortigen Gleise der Aischgrundbahn wurden Schläuche verlegt. Einschränkungen im Zugverkehr sind damit allerdings nicht verbunden, da die Strecke seit Wochen ohnehin aufgrund von Hitzeschäden gesperrt ist.

Da in dem „Lost Place” asbesthaltige Platten verbaut sind und solche offenbar auch im Gebäude lagerten, ist Atemschutz Pflicht. Auch eine Dekontaminationsschleuse musste deshalb eingerichtet werden, da Asbest im Verdacht steht, Krebs zu verursachen. Das Dach mit derartigen Materialien ist teilweise eingestürzt, informierte der Kreisfeuerwehrsprecher. Derzeit wird noch geklärt, was mit dem dekontaminierten Equipment – Kleidung und Atemschutzgeräte – im Anschluss passiert. Der entsprechende ABC-Abrollbehälter der Neustädter Feuerwehr ist bereits eingetroffen.

Einsatz dürfte noch länger andauern

Rainer Weiskirchen schätzt, dass sich der Einsatz wohl noch zwei, drei Stunden hinziehen wird. Wobei schon jetzt (Stand 10.20 Uhr) die ersten Kräfte wieder zu ihren Standorten einrücken können. Die Schadenshöhe und die Brandursache sind aktuell noch völlig unklar, heißt es aus der Neustädter Polizeiinspektion. Verletzt wurde niemand.

Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen.

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