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Veröffentlicht am 03.11.2026 11:34, aktualisiert am 03.11.2026 14:06

Viele Fälle von präparierten Halloween-Süßigkeiten in Europa

In vielen Regionen Deutschlands wurden präparierte Süßigkeiten gemeldet. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
In vielen Regionen Deutschlands wurden präparierte Süßigkeiten gemeldet. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
In vielen Regionen Deutschlands wurden präparierte Süßigkeiten gemeldet. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Nach vielen Fällen von präparierten Halloween-Süßigkeiten in Deutschland sind auch mehrere Vorfälle im europäischen Ausland bekanntgeworden. In Österreich wurden in mehreren Bundesländern einige Fälle von Süßigkeiten mit kleinen Metallobjekten publik, ein Mädchen wurde nach Angaben von Behörden leicht verletzt. Im Bundeskriminalamt in Wien wurde eine Ermittlungseinheit gegründet, die mit Europol und mit Deutschland in Kontakt steht. Berichte zu manipulierten Süßigkeiten kamen etwa auch aus Irland, Dänemark und Norwegen. 

In Deutschland waren von den Behörden seit der Halloween-Nacht zahlreiche Fälle bundesweit gemeldet worden, wobei gesammelte Süßigkeiten mit Nadeln, Nägeln, Schrauben und anderen Metallteilen manipuliert worden waren. Durch eine versteckte Nadel zog sich das Kind aus Neustadt-Glewe im Kreis Ludwigslust-Parchim leichte Verletzungen im Mundbereich zu, wie die Polizei mitteilte. Zuvor war bereits ein neunjähriges Mädchen in Niedersachsen durch einen manipulierten Schokoriegel an der Zunge verletzt worden. Die Polizei rief Eltern auf, die Ausbeute ihrer Kinder vor dem Verzehr zu kontrollieren. 

Ob zwischen den ganzen Fällen in unterschiedlichen Regionen ein Zusammenhang besteht, ist nicht geklärt. Die Herkunft einzelner Süßigkeiten lässt sich nur schwer rekonstruieren. Auch in früheren Jahren gab es ähnliche Funde. Die aktuelle Häufung von Fällen im Bundesgebiet ist aber sehr auffällig. Inwieweit etwa ein Trend in sozialen Medien dahinterstehen könnte, ist unklar. 

Österreich in engem Austausch mit anderen Ländern

Der österreichische Innenminister Gerhard Karner sagte auf einer Pressekonferenz: „Wir werden alles Menschenmögliche tun, damit wir dieses feige und hinterhältige Verbrechen aufklären“, sagte der Minister. Wie in solchen Fällen üblich, bestehe ein enger Austausch mit anderen Staaten, auch mit Deutschland, hieß es aus dem österreichischen Bundeskriminalamt gegenüber der dpa. Nähere Details wurden vorerst nicht genannt. Nach Angaben Karners ist auch Ungarn von manipulierten Süßigkeiten betroffen.

Europol erklärte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, das Phänomen vergifteter oder mit Gegenständen versehener Süßigkeiten sei bekannt. Es werde keine neue Taskforce eingerichtet, aber man unterstütze Anfragen nationaler Behörden innerhalb eines bereits bestehenden Projekts.

Waren Täter online vernetzt?

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Täter im Internet, in sozialen Medien oder in Online-Foren vernetzt gewesen seien, sagte der Ermittlungschef des österreichischen Bundeskriminalamtes, Gerald Tatzgern.

Das Innenministerium in Mainz erklärte, neben der Aufklärung der einzelnen Sachverhalte werde auch geprüft, ob mögliche Zusammenhänge bestünden. „Bislang liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor, die auf eine systematische oder landesweit koordinierte Vorgehensweise schließen lassen.“

Fälle auch im Norden von Europa

In Norwegen gibt es zwei bekannte Fälle, in denen Nadeln in Süßigkeiten gefunden wurden. In einem Fall hat ein 13-jähriges Mädchen eine Nadel in einer Lakritzstange gefunden. Sie habe erst gemerkt, dass sich eine Nadel in der Süßigkeit befand, als sie darauf gekaut habe, berichtete die norwegische Nachrichtenagentur NTB. In einem anderen Fall hat ein Mädchen eine Nadel entdeckt, als sie von einem Schokoriegel abgebissen hat. Auch in Dänemark gab es im Großraum Kopenhagen einzelne Fälle.

In Irland wurden Medienberichten zufolge in der Grafschaft Donegal kleine Metallnadeln in Halloween-Süßigkeiten gefunden. Ermittler in Irland untersuchen demnach einen Vorfall in den aneinandergrenzenden Kleinstädten Ballybofey und Stranorlar, wie unter anderem der irische Rundfunk RTÉ unter Berufung auf die Polizei, auch Gardaí genannt, berichtet.

© dpa-infocom, dpa:261103-930-936236/2


Von dpa
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