Wegen des warmen und trockenen Frühlings sind nach Angaben des Naturschutzverbands LBV in diesem Jahr viele Wespen in Bayern unterwegs. Vor allem im Spätsommer nerven diese beim Grillen oder Eisessen. Dann gelte es erst einmal Ruhe zu bewahren und hektische Bewegungen zu vermeiden, empfiehlt der LBV. Denn normalerweise reagierten Wespen nicht aggressiv. Sie wehrten sich erst, wenn sie sich bedroht fühlten.
Wer die ungebetenen Gäste an der Kuchentafel auf Abstand halten will, sollte diese mit Wasser aus einer Sprühflasche besprühen. „Die Wespe denkt, es fängt an zu regnen und flüchtet zurück in ihr Nest“, erklärt die LBV-Expertin Tarja Richter. Auf keinen Fall sollte man eine Wespe wegpusten. Das Kohlendioxid in der Atemluft versetze diese in Angriffsstimmung, sagt Richter.
Kontraproduktiv seien auch Fangfallen, da diese Wespen erst recht anlockten, erläutert die Insektenexpertin. „Außerdem sind sie illegal, weil Wespen laut Bundesnaturschutzgesetz nicht ohne vernünftigen Grund gefangen oder verletzt werden dürfen.“ Vermeintliche Tricks, wie auf den Tisch gelegte Kupfermünzen, seien wirkungslos.
Effektiver sei es, Essen und Getränke draußen abzudecken und Reste sofort wegzuräumen. Kindern sollte man nach dem Essen Gesicht und Hände abwischen, sagt Richter. Trinken sollte diese draußen zur Sicherheit nur mit einem Strohhalm.
Bedenken sollte man außerdem, dass Wespen laut Richter von Gerüchen wie Parfüm, Cremes und Holzmöbelpolitur angezogen werden könnten. Auch bunt geblümte Kleidung sei für die Insekten reizvoll.
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