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Veröffentlicht am 03.08.2026 13:24

Volle Autobahnen in alle Richtungen

Ferienende bei den einen – Ferienanfang bei den anderen: Am Wochenende vom 7. bis 9. August drohen fast überall längere Staus. (Foto: dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn)
Ferienende bei den einen – Ferienanfang bei den anderen: Am Wochenende vom 7. bis 9. August drohen fast überall längere Staus. (Foto: dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn)
Ferienende bei den einen – Ferienanfang bei den anderen: Am Wochenende vom 7. bis 9. August drohen fast überall längere Staus. (Foto: dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn)

Mancherorts in Deutschland haben die Sommerferien gerade erst begonnen, woanders neigen sie sich bereits wieder dem Ende zu: zunächst in Hessen, in Rheinland-Pfalz, im Saarland, dann kurz später in Niedersachsen, Bremen und dann in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Das bringt viel Verkehr auf die Autobahnen - und zwar fast überall. So erwartet der Auto Club Europa (ACE) am gesamten kommenden Wochenende (7. bis 9. August) größere Verzögerungen. Es füllen sich sowohl die klassischen Anreiserouten in südliche Richtung als auch die Wege zu den Küsten von Nord- und Ostsee. Daher lautet auch die Prognose des ADAC: „Staus, wohin das Auge reicht“. Der Reiseverkehr bringe Deutschlands Autobahnen auch an diesem Wochenende ans Limit. Und neu: Die Staus bei der Rückreise dürften demnach nun länger werden als auf den Anreiserouten. 

Vor allem am Freitagnachmittag bis in den Abend hinein und am Samstagvormittag sowie am Sonntagnachmittag ist mit langen Staus zu rechnen. Gebremst wird der Verkehr vielerorts durch etliche Baustellen - der ADAC zählt derzeit rund 1.000.

Die Tage in der Übersicht

  • Freitag: Zunächst erwartet der ACE etwas mehr Entspannung - so sind demnach deutlich weniger Berufspendler unterwegs. Da dürften sich die Schulferien mancherorts noch bemerkbar machen. Doch am späten Vormittag ist es spätestens vorbei mit der Ruhe und die Routen füllen sich - mit Staugefahr vielerorts. 
  • Samstag: Vor allem auf den typischen Urlaubsstrecken wird es voll. Auf den Wegen in Richtung Süden und Westen sowie zu den Küsten von Nord- und Ostsee dürfte man sich nie einsam fühlen. So rechnet der ACE zwischen 8.00 und 16.00 Uhr mit der höchsten Verkehrsdichte. Aber auch die Gegenrichtungen sind staugefährdet - besonders ab dem späten Vormittag bis zum frühen Abend. Für zumindest etwas Entlastung sorgen kann das Sommerreise-Fahrverbot für schwere Lastwagen an allen Samstagen vom 1. Juli bis einschließlich 31. August eines Jahres (von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr). Am Sonntag gilt es ohnehin ganzjährig von 0.00 bis 22.00 Uhr für Lkw über 7,5 Tonnen. Dennoch: Die Verkehrslage bleibt wegen des intensiven Reiseverkehrs angespannt. 
  • Sonntag: Wenn am Wochenende zwingend gefahren werden muss, bietet der Sonntag noch die entspannteste Lücke dafür - zumindest noch am frühen Morgen. Danach wird es wieder voll. Ab Mittag zeigt sich die Betriebsamkeit immer mehr auf den Rückreisestrecken Richtung Norden, Westen und Nordwesten. Bis zum Abend gibt es eine hohe Staugefahr.Und wie immer, vor allem bei schönem Wetter, muss mit verstärktem Ausflugsverkehr rund um Seen, Küsten und Naherholungsgebiete gerechnet werden - nicht nur auf Autobahnen, sondern zusätzlich auch auf dem untergeordnetem Streckensystem.

An diesen Tagen reist es sich erheblich entspannter

Wer beim Termin für den Reisestart etwas flexibel ist, sollte das nutzen und besser unter der Woche am Montag, Dienstag oder Mittwoch außerhalb des Berufsverkehrs aufbrechen.

Gar kein guter Startzeitpunkt ist der Freitag. Denn hier treffen die Berufspendler auf die Erholungsreisenden, was sich meist bis in den späten Abend hinein mit dichtem Verkehr und hoher Staugefahr bemerkbar macht.

Wer unbedingt am Wochenende starten muss, sollte das laut ACE möglichst früh am Morgen tun oder überlegen, in der Nacht zu fahren. Das allerdings erfordert höhere Aufmerksamkeit, präzise Selbsteinschätzung und regelmäßige Pausen. Vom Wochenende ist der Sonntag noch der beste Reisetag - mit den erst am Mittag zu erwartenden Staugefahren.Der ACE und der ADAC erwarten in den Großräumen Hamburg, Berlin, Rhein-Main, Rhein-Ruhr, Stuttgart und München, dazu auf den Fernstraßen und Nebenstrecken zur Nord- und Ostsee sowie auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

Auch im benachbarten Ausland bleibt die Lage angespannt. Das gilt auch für Österreich, wo vor allem die Transitstrecken stark belastet sind - verstärkt auch auf den Heimreisespuren. So ist insgesamt sowohl am Samstag als auch am Sonntag mit deutlich verlängerten Fahrzeiten zu rechnen. 

Zudem machen einige Baustellen den Reisenden das Leben weiterhin schwer - etwa im Zuge der mehrjährigen Generalsanierung der Luegbrücke auf der Brennerautobahn (A 13). Auch auf der Reschenpass (B 180) ist im Bereich kurz vor Nauders wegen Bauarbeiten noch mit Verzögerungen zu rechnen. Dort wird ein überdachter Straßenabschnitt zum Schutz vor Steinschlag errichtet.

Besonders belastet in Österreich sind laut ACE und ADAC:

  • A 1 Westautobahn (Salzburg – Wien)
  • A2 / E 59/60 Südautobahn (Wien - Graz - Klagenfurt) 
  • A 4 / E 60 Ostautobahn (Wien - Richtung Budapest)
  • A 9 / E 57 Pyhrnautobahn (Graz - Spielfeld)
  • A 10 / E 55 Tauernautobahn (Salzburg - Villach)
  • A 11 / E 61 Karawankenautobahn (Villach - Slowenien)
  • A 12 / E 60 Inntalautobahn (Kufstein - Innsbruck)
  • A 13 / E 45 Brennerautobahn (Innsbruck - Brenner)
  • A 14 / E 43 Rheintalautobahn (Staatsgrenze Deutschland - Feldkirch)
  • B 179: Fernpass (Füssen - Reutte - Nassereith)
  • B 197: Arlberg-Bundesstraße

Zudem weisen die Clubs auf Restriktionen auf den Ausweichstrecken in Tirol hin. So gelten laut ADAC hier seit 1. Mai generell Abfahrtssperren und Fahrverbote an Samstagen, Sonn- und Feiertagen auf den Ausweichstrecken im Raum Reutte (Fernpassroute), Kufstein (Inntalautobahn) und im Großraum Innsbruck für den Transitverkehr.

Wartezeiten an den Grenzen sind weiter möglich

Wegen der stichprobenhaften Einreisekontrollen an der deutschen Grenze und des stärkeren Rückreiseverkehrs kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.

Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Webseite der Asfinag ansehen.

Vor allem die Gotthardautobahn wird's wieder voll 

Der starke Transitverkehr macht sich ebenfalls in der Schweiz bemerkbar. Auch hier wird es bereits ab Freitagnachmittag voll. Neben den Hauptachsen wie etwa der A 1 (Bern – Zürich – St. Gallen) oder der A 3 (Basel – Zürich – Chur) ist hier die Gotthardroute (A 2) besonders belastet.

Der Gotthardtunnel wird zum Nadelöhr, wo die Staugefahr vor dem Tunnel durchgehend hoch bleibt - Blockabfertigungen sind möglich. An allen drei Tagen werden Wartezeiten zwischen eineinhalb und drei Stunden erwartet - sowohl vor dem Nord- als auch Südportal. Am Samstag und Sonntag dürfte sich die Lage hier meist nur während der Nachtstunden entspannen, wobei auch dann Verzögerungen laut ACE nicht ausgeschlossen sind.

Ab einer Stunde Wartezeit vor dem Gotthardtunnel kommt dem ACE zufolge ein Ausweichen über die San-Bernardino-Route (A 13) infrage. Letztere dürfte allerdings auch stark befahren sein. Reisende sollten entsprechend Wartezeiten einkalkulieren.

© dpa-infocom, dpa:260803-930-477775/1


Von dpa
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