Vom Adenauer-Vortrag bis zur offenen Synagoge: Ansbachs Christlich-Jüdische Woche | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 05.03.2026 14:00

Vom Adenauer-Vortrag bis zur offenen Synagoge: Ansbachs Christlich-Jüdische Woche

Sieben Tage widmen sich dem Miteinander. Von Montag, 9., bis Sonntag, 15. März, läuft in Ansbach die Eröffnungswoche zum Jahr der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit. Gezielt wollen die Beteiligten hier auch Schülerinnen und Schüler erreichen. An Schulklassen richten sich in diesem Zeitraum zwei kostenfreie Angebote.

Das Jahresthema lautet bundesweit „Schulter an Schulter miteinander“.Früher war die Eröffnungswoche als Woche der Brüderlichkeit bekannt. Offiziell eröffnen Oberbürgermeister Thomas Deffner als Schirmherr und der Initiativkreis des Jahres der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit in der Stadt das Jahr am Montag, 9. März, um 20 Uhr in der Karlshalle.

Der Kontakt zu den Bamberger Gemeinden

Den Festvortrag hält Rabbiner Professor Dr. Andreas Nachama, der jüdische Vorsitzende des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Musikalisch umrahmen Hannah und Malin Lichtinger.

Eine Begegnungsfahrt zu den jüdischen Gemeinden Bambergs findet am Mittwoch, 11. März, statt. Die Busabfahrt ist für 9 Uhr auf dem Bahnhofsplatz vorgesehen. Anmelden können sich Teilnehmende beim Evangelischen Bildungswerk (EBW) im Dekanat Ansbach (Telefonnummer 0981/9523122, E-Mail ebw.ansbach@elkb.de, Internet ebw-ansbach.de).

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Renommierter Historiker spricht über Adenauer

„Einmal ein anderer Zugang zur Bibel? Interreligiös-diskursive Zugänge zu biblischen Narrativen in Judentum, Christentum und Islam” heißt am Donnerstag, 12. März,ein Vortrag des Kirchenhistorikers Privatdozent Dr. Christian Lange.

Er findet um 19 Uhr im Pfarrzentrum St. Ludwig (Karolinenstraße, Rückgebäude) statt. Der Referent ist stellvertretender Direktor des Bayerischen Forschungszentrums für Interreligiöse Diskurse an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Professor Dr. Norbert Frei spricht am Freitag, 13. März,um 19 Uhr im Gemeindezentrum St. Johannis zum Thema „Konrad Adenauer und die Juden. Der Kanzler nach der Katastrophe in einer neuen Biografie”. Das Werk „Konrad Adenauer. Kanzler nach der Katastrophe“ des renommierten Historikers sorgt derzeit für großen Widerhall in der Fachwelt und der Öffentlichkeit. Weitere Informationen gibt es beim EBW.

Die barocke Synagoge lädt zum Besuch ein

„Offene Synagoge und Infozentrum Synagoge” heißt es wieder am Samstag, 14. März,von 10 bis 12 Uhr. Die barocke Synagoge in der Rosenbadstraße lädt zum Besuch ein. Weitere Informationen sind in der Tourist-Information unter Telefonnummer 0981/51243 oder bei der Frankenbund-Gruppe Ansbach (synagoge-ansbach.de) erhältlich.

Eine Abendandacht mit jiddischer Musik und Impulsen erwartet Besucherinnen und Besucher ebenfalls am Samstag, 14. März,um 19 Uhr im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde St. Lambertus im Ortsteil Eyb. Sie nennt sich ,„Oyfn Veg shteyt a boym“ („Auf dem Weg steht ein Baum“).

Susanne Luckhardt und Bruno Arnold gestalten Lieder und Instrumentalstücke. Für Texte und Impulse ist Pfarrerin Ulrike Bracks zuständig. Weitere Informationen lassen sich unter der Telefonnummer 0981/14453 und im Internet (st-lambertus-eyb.de) besorgen.

Eine Führung über den Friedhof als Abschluss

Eine Führung über den Jüdischen Friedhof zum Abschluss der Woche leitet der Historiker und Stadtführer Alexander Biernoth am Sonntag, 15. März. Treffpunkt ist um 11.15 Uhr der Friedhofseingang (Josef-Fruth-Platz).

Schulklassen ist es möglich, sich in der Woche kostenfrei durch die Synagoge und auf dem Jüdischen Friedhof führen zu lassen. Dazu melden sich Schulen unter der Telefonnummer 0981/51243 oder per E-Mail an tourismus@ansbach.de an.

Das Programm der Woche findet sich auch im Internet: synagoge-ansbach.de

Ein Blick in die Synagoge: In der Eröffnungswoche zum Jahr der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit spielt sie eine tragende Rolle. (Foto: Oliver Herbst)
Ein Blick in die Synagoge: In der Eröffnungswoche zum Jahr der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit spielt sie eine tragende Rolle. (Foto: Oliver Herbst)
Ein Blick in die Synagoge: In der Eröffnungswoche zum Jahr der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit spielt sie eine tragende Rolle. (Foto: Oliver Herbst)
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