Vorsichtige Zuversicht bei Mekra Lang in Ergersheim | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 29.04.2025 17:20

Vorsichtige Zuversicht bei Mekra Lang in Ergersheim

Zwischen den Wolken am Mekra-Lang-Standort in Ergersheim lässt sich die Sonne erahnen: So kann man ganz generell auch die wirtschaftliche Lage zusammenfassen, es herrscht vorsichtiger Optimismus. (Foto: Gerhard Krämer)
Zwischen den Wolken am Mekra-Lang-Standort in Ergersheim lässt sich die Sonne erahnen: So kann man ganz generell auch die wirtschaftliche Lage zusammenfassen, es herrscht vorsichtiger Optimismus. (Foto: Gerhard Krämer)
Zwischen den Wolken am Mekra-Lang-Standort in Ergersheim lässt sich die Sonne erahnen: So kann man ganz generell auch die wirtschaftliche Lage zusammenfassen, es herrscht vorsichtiger Optimismus. (Foto: Gerhard Krämer)

Die gute Nachricht: „Die wirtschaftliche Lage bei uns hat sich konsolidiert“, betont Elisabeth Döbler-Scholl als Vertreterin der Geschäftsleitung bei Mekra Lang. Zwar sei es für eine Entwarnung noch zu früh, aber eine positive Tendenz sei zu erkennen. Döbler-Scholl geht derzeit nicht davon aus, dass weitere Entlassungen drohen.

Im Februar hatte die Mekra Lang GmbH & Co. KG, Hersteller von Spiegelsystemen für die Automobilindustrie mit Fokus auf Nutzfahrzeugen, 70 Mitarbeitende am Ergersheimer Standort entlassen. „Wir mussten berichten, dass auch die Firma Mekra Lang von dem massiven wirtschaftlichen Einbruch betroffen ist“, hatte Susanne Lang, geschäftsführende Gesellschafterin, seinerzeit gegenüber unserer Redaktion gesagt. Daraufhin sei in der Firma Verunsicherung spürbar gewesen.

Ein leichtes Aufatmen in schwierigen Zeiten

Doch nach der Betriebsversammlung am Dienstag durfte die Belegschaft zumindest vorsichtig aufatmen. Der Plan habe bislang gegriffen – „die Mitarbeiter waren sehr, sehr froh, dass aktuell keine weiteren Maßnahmen nötig sind“, erläutert Pressesprecher Roman Mollwitz.

Damit seien vorerst keine weiteren Entlassungen geplant, auch wenn Döbler-Scholl klarstellt, dass auch in der Geschäftsleitung niemand eine Glaskugel besitze. Konkret gehe es vor allem um mögliche Strafzölle, bei denen bislang noch nicht ganz klar sei, wie und in welchem Umfang diese auch Mekra Lang treffen könnten.

Da die wirtschaftliche und politische Weltlage weiterhin sehr dynamisch sei, wolle man die Belegschaft nun im Schnitt alle drei Monate in Betriebsversammlungen informieren – eine offene und ehrliche Kommunikation liege der Firma sehr am Herzen. „Wie sieht es aus? Wie steht es um Mekra Lang?“ Diese Fragen sollen ehrlich beantwortet werden – so auch in der Versammlung.

Die Vertreterin der Geschäftsleitung spricht gegenüber unserer Redaktion von fünf neuen Spiegel-Modellen, die heuer auf den Markt kommen – Faceliftings älterer Exemplare, aber auch Anpassungen auf neue Kabinen. Bei zwei größeren Projekten biete Mekra Lang mit – in der Hoffnung, einen Zuschlag zu bekommen.

„Es ist jetzt auch nicht so, dass uns die Kunden plötzlich die Tür einrennen“, betont Döbler-Scholl. „Aber die Lage ist erst einmal stabil“, immer verbunden mit dem Wunsch, dass sich die „äußeren Umstände“ – beispielsweise die Launen des US-Präsidenten Donald Trump – nicht wieder negativ auf den Markt auswirken. Garantien dafür gebe es in diesen verrückten Zeiten aber nicht.

Ersthelfer retteten Kollegen das Leben

Und noch eines ist Döbler-Scholl und Mollwitz wichtig: Sie wollen Danke sagen – vor allem auch den Ersthelfern, die neulich einem Kollegen nach einem Herzinfarkt am Ergersheimer Standort das Leben gerettet haben. Der Rettungsdienst und der Notarzt hätten bestätigt, „dass sie super geholfen haben“.

Die Betriebsversammlung am Dienstag und die generelle Lage bei Mekra Lang lässt sich also wie folgt zusammenfassen: „Es gibt noch keine komplette Entwarnung, aber wir schauen vorsichtig optimistisch in die Zukunft“, so Döbler-Scholl.

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