Die Wählergemeinschaft Peppenhöchstädt-Gottesgab-Rohensaas ist bereit für die Kommunalwahl. Derzeit sitzen zwei Vertreter der Gruppierung im Uehlfelder Gemeinderat und wenn es nach den Verantwortlichen gehen, sollen es im Mai 2026 mindestens genau so viele sein. Zwölf Bewerberinnen und Bewerber wurden jedenfalls gefunden.
Die WG P-G-R, wie sich die Gruppierung in Kurzform nennt, ist mit der aktuellen kommunalpolitischen Situation Uehlfelds unzufrieden. „Wie in den anderen Versammlungen auch schon mehrfach genannt wurde, ist in den fast abgelaufenen sechs Jahren leider nicht so viel passiert, wie ursprünglich geplant”, schreibt der Kopf der Gruppe, Jürgen Hornischer – amtierender dritter Bürgermeister und Spitzenkandidat der P-G-R – im Nachgang der Nominierung in einer Pressemitteilung. „Deshalb sind unsere Themen noch unverändert aktuell geblieben.”
Ein Grund dafür, dass weniger passiert ist als geplant, sei die Corona-Pandemie. Jedoch könne man längst nicht alles darauf schieben, so Hornischer. Die Dorferneuerungen der drei Ortsteile, welche die Wählergemeinschaft vertritt (entstanden ist sie aus der damaligen Altgemeinde Peppenhöchstädt heraus), „stehen jetzt aber sicher in den nächsten sechs Jahren an – und da wollen und müssen wir mitreden”.
Die Peppenhöchstädter, Rohensaaser und Gottesgaber wollen „weiterhin unsere Gemeinde und auch speziell die Ortsteile attraktiv für unsere Kinder und Jugendlichen gestalten”. Der Erhalt und Ausbau der Infrastruktur – unter Berücksichtigung der anstehenden Maßnahmen – soll ebenfalls vorangetrieben werden. Stellvertretend nennt die P-G-R die Kläranlage, die Erweiterung der Kindergärten in Uehlfeld und Schornweisach sowie den Ausbau des Bauhofs.
Ein weiteres großes Thema für die Gruppierung: der enorm hohe Wasserverlust in den Ortsnetzen der Gemeinde Uehlfeld. „Es muss dringend ein Plan erarbeitet werden, wie die Wasserverluste unseres Netzes zuerst lokalisiert und dann minimiert werden”, so Hornischer. „Dieser Plan muss dann die Basis für die Sanierung des Wassernetzes, speziell im Hauptort Uehlfeld, sein.” Aufgrund der zu erwartenden Kosten sei eine Umsetzung aber erst finanzierbar, wenn die anderen Großprojekte abgeschlossen sind. „Nachdem wir aber nun wissen, wie lange eine solche Planung dauern kann, muss diese in 2026 starten.”
Der zweite amtierende Rat Jan Berlet tritt nicht mehr an, dafür steht seine Frau Sabine Berlet auf der Liste. Jürgen Hornischer strebt auf Platz 1 eine weitere Amtszeit im Uehlfelder Marktgemeinderat an.
1. Jürgen Hornischer (54 Jahre alt, Angestellter und dritter Bürgermeister)
2. Barbara Faßbender (37, Kauffrau für Büromanagement i.R.)
3. Inge Dietsch (48, Kaufmännische Angestellte)
4. Sabine Berlet (37, Industriekauffrau)
5. Heidi Höfler (58, Vertriebsassistentin)
6. Gerd Trescher (46, Diplomingenieur Elektrotechnik)
7. Klaus Klemm (56, Geschäftsführer Kirchenverwaltung im Sabbatical-Jahr)
8. Erich Schlager (61, Bauhofmitarbeiter)
9. Lydia Wieland (61, Bäuerin)
10. Jürgen Roß (31, Koordinator für Musterbau)
11. Werner Hammer (58, Technischer Angestellter)
12. Jens Jakob (28, Maurermeister)
13. Johannes Wieland (36, Agraringenieur)
14. Sabine Voigt (53, Lehrerin)
15. Gerhard Höfler (62, Selbstständiger Versicherungsfachmann)
16. Konrad Rosenzweig (70, Bauingenieur)
Die Altersangaben beziehen sich auf den Wahltag am 8. März 2026.