Waldpraxistag in Neunstetten: Mehr Teilnehmende trotz steigender Holzpreise | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 11.11.2025 11:00

Waldpraxistag in Neunstetten: Mehr Teilnehmende trotz steigender Holzpreise

Jürgen Bauernfeind demonstriert, wie bei einem Fällschnitt mit Fallkerb, Stechschnitt und der Anlage eines Haltebandes vorgegangen wird, damit ein zu fällender Baum auch in die gewünschte Richtung fällt. (Foto: Fritz Arnold)
Jürgen Bauernfeind demonstriert, wie bei einem Fällschnitt mit Fallkerb, Stechschnitt und der Anlage eines Haltebandes vorgegangen wird, damit ein zu fällender Baum auch in die gewünschte Richtung fällt. (Foto: Fritz Arnold)
Jürgen Bauernfeind demonstriert, wie bei einem Fällschnitt mit Fallkerb, Stechschnitt und der Anlage eines Haltebandes vorgegangen wird, damit ein zu fällender Baum auch in die gewünschte Richtung fällt. (Foto: Fritz Arnold)

Wegen gestiegener Holzpreise ist die Stimmung unter den Waldbesitzenden gut. Doch es bleiben Aufgaben und Herausforderungen, mit denen die Waldbäuerinnen und -bauern schon immer zu tun hatten. Ihnen nahm sich die Forstbetriebsgemeinschaft Ansbach-Fürth beim traditionellen Waldpraxistag als letzter Veranstaltung des Jahres an.

Wie bringe ich eine Naturverjüngung hoch, bevor Brombeeren sich in lückigen Beständen breit machen? Muss ich einen Zaun bauen, damit ein weithin zu hoher Wildbestand nicht die Jungpflanzen abbeißt? Die praxisnahe Beantwortung dieser Fragen scheint auch der Hintergrund dafür zu sein, dass seit Jahren die Teilnehmerzahl am Waldpraxistag zunimmt. Waren es vor zwölf Jahren um 50 Besucherinnen und Besucher, so ist deren Zahl inzwischen auf 120 angewachsen.

Antworten und Ratschläge

An vier Stationen im Distrikt „Heilige Dreifaltigkeit“ des Herrieder Stadtwaldes erhielten die Waldbesitzenden Antworten und Ratschläge. Klaus John vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ansbach geht davon aus, dass rund die Hälfte der Privatwälder umgebaut werden müsste. Der Herrieder Förster Lorenz Dißl erläuterte, dass es bei der Baumartenwahl nicht nur darum gehe, welche Baumarten den vermuteten Klimawandel am besten bestehen. Wichtig sei es auch, die Bodenverhältnisse und Wassersättigung zu beachten. Darüber könnten beratende Forstbeamte aus detaillierten Karten heraus informieren.

Die nicht leichte Aufgabe, den Wald umzubauen, fördert der Freistaat mit 4,94 Euro pro Pflanze. Das sei mehr als alle anderen Bundesländer zahlen, sagte der Förster. Allerdings gebe es keine Zuschüsse mehr für die spätere Pflege oder das Ausgrasen. Hilfe sei aber zu bekommen, wenn im Jahr nach der Pflanzung die Bäumchen vertrocknen und nachgepflanzt werden müssen.

Immer wieder neue Erkenntnisse

Jedes Mal auf großes Interesse stoßen beim Waldpraxistag die Vorführungen und Ratschläge bei der Fälltechnik. Aus der Unfallstatistik ergeben sich immer wieder neue Erkenntnisse, die dann in die Ratschläge für die Fälltechnik einfließen. Wer schon vor langer Zeit einen Motorsägenlehrgang gemacht habe, tut gut daran, dies zu wiederholen ober bei Vorführungen dabei zu sein. Jürgen Bauernfeind von der Sozialversicherung (SVLFG) zeigte bei der Demonstration eines Fällschnittes auf, wie sicher und genau gesteuert werden könne, wohin der Baum fallen solle.

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Das fange bei der Anlage des Fallkerbs an, der am zweckmäßigsten ein Fünftel des Baumumfangs ausmachen sollte. Leichte Vorteile sieht er darin, wenn zuerst der Dachschnitt erfolgt. Am zweckmäßigsten sieht es Bauereiß an, wenn die vorgesehene Fällrichtung mit einem Meterstab kontrolliert werde. Ab einem Stammdurchmesser von 25 Zentimeter empfiehlt der Experte von der Sozialversicherung einen Stechschnitt vorzunehmen.

Demonstriert wurde, wie wichtig es sei, Holzlagerplätze so anzulegen, dass beim Aufladen der Stämme auch in der Höhe genügend Platz eingeräumt werde.


Von Fritz Arnold
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