Warum die Feuerwehren im Landkreis Ansbach mehr Transportfahrzeuge brauchen | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 02.03.2026 14:30

Warum die Feuerwehren im Landkreis Ansbach mehr Transportfahrzeuge brauchen

Die Feuerwehren werden vom Landkreis Ansbach bei der Anschaffung von überörtlich nötigen Fahrzeugen unterstützt.  (Symbolbild: Jim Albright)
Die Feuerwehren werden vom Landkreis Ansbach bei der Anschaffung von überörtlich nötigen Fahrzeugen unterstützt. (Symbolbild: Jim Albright)
Die Feuerwehren werden vom Landkreis Ansbach bei der Anschaffung von überörtlich nötigen Fahrzeugen unterstützt. (Symbolbild: Jim Albright)

Wenn Sandsäcke verteilt und eingesammelt werden müssen, brauchen die Feuerwehren Transportfahrzeuge. In den vergangenen Jahren stieg der Bedarf, weshalb der Landkreis Ansbach den Kauf von weiteren Lkw finanziell fördern wird.

Eigentlich ist das Feuerwehrwesen Sache der Städte und Gemeinden. Überörtlich nötige Ausstattungen werden aber vom Landkreis angeschafft, doch dezentral stationiert, erläuterte Landrat Dr. Jürgen Ludwig (CSU).

Bisheriger Plan ist fast komplett umgesetzt

Schon 2011 hatte der Kreisausschuss ein Sonderfahrzeugkonzept beschlossen. Darin ist der Landkreis in fünf Bereiche aufgeteilt, in denen für den überörtlichen Bedarf jeweils ein Logistikfahrzeug, ein Rüstwagen und ein Tanklöschfahrzeug gefördert wurde. Dieser Plan ist inzwischen fast komplett umgesetzt.

Wegen des gestiegenen Bedarfs, der sich unter anderem bei der Maskenverteilung in der Corona-Pandemie zeigte, beschloss der Kreisausschuss auf Vorschlag von Kreisbrandrat Thomas Müller, je Bereich den Kauf eines weiteren Logistikfahrzeugs finanziell zu fördern. Dabei spielte auch eine Rolle, dass in Zukunft weitere Aufgaben dazu kommen. So wird wohl eine Zusatzausrüstung für die Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden nötig werden.

Die Höhe der Landkreisförderung würde wie bisher 65 Prozent des Staatszuschusses betragen, aktuell sind das 36.100 Euro pro Fahrzeug. Die entsprechenden Mittel werden in den Haushalten ab dem kommenden Jahr vorgesehen.

„Den Zuschuss bekommen jetzt andere“

Gegen den Beschluss stimmt Hans Henninger (Freie Wähler), der nicht nur Kreisrat, sondern auch Bürgermeister von Flachslanden ist. Diese Gemeinde hatte im letzten Jahr selbst ein Logistikfahrzeug beschafft. „Den Zuschuss bekommen jetzt andere“, zeigte sich Henninger enttäuscht, nachdem Landrat Ludwig klargestellt hatte, dass eine nachträgliche Aufnahme in das Förderprogramm nicht möglich sei.

Rainer Erdel (FDP) stellte zur Diskussion, ob das Programm breiter aufgestellt werden könnte, eventuell mit einem geringeren Förderbetrag pro Fahrzeug. Schließlich sei der Bedarf auch in der Fläche groß, zum Beispiel beim Transport von verschmutzten Schläuchen nach Übungen, die nicht mit sauberen Gegenständen in Kontakt kommen sollen. Dies falle jedoch in die kommunale Zuständigkeit, entgegnete der Landrat.

Standortsuche deckte den Zusatzbedarf auf

Auf Nachfrage von Erdel erläuterte Jörg Scherbaum, der zuständige Sachgebietsleiter im Landratsamt, der Ausgangspunkt für die neuen Überlegungen sei die Stationierung von Atemschutzkomponenten gewesen. Bei der Standortsuche sei aufgefallen, dass es gar nicht viele Feuerwehren gebe, die man mit solchen Sonderaufgaben betrauen könne, weil sie über ausreichende Logistikkapazitäten verfügen.


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
north