Was die Zahl 282 mit der letzten Sitzung des Stadtrates Rothenburg zu tun hat | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 24.04.2026 10:05

Was die Zahl 282 mit der letzten Sitzung des Stadtrates Rothenburg zu tun hat

Ein Blick in die letzte Sitzung des noch aktuellen Stadtratsgremiums – hier beim Bauausschuss am Montagabend im Rathaus.  (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Ein Blick in die letzte Sitzung des noch aktuellen Stadtratsgremiums – hier beim Bauausschuss am Montagabend im Rathaus. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Ein Blick in die letzte Sitzung des noch aktuellen Stadtratsgremiums – hier beim Bauausschuss am Montagabend im Rathaus. (Foto: Clarissa Kleinschrot)

Nach nur 24 Minuten war die letzte öffentliche Sitzung des aktuellen Stadtrats am Montagabend zu Ende. Nicht das komplette Gremium hatte getagt, sondern der Bauausschuss. Es wurde noch einmal diskutiert, noch einmal beschlossen – zum Beispiel, dass das Riesenrad an den P1 umziehen darf. Abschließende Worte fand SPD-Stadtrat Stefan Reihs.

Beim Punkt „Anfragen” bedankte er sich „im Namen der SPD-Fraktion” bei den anderen Fraktionen für die Zusammenarbeit in den vergangenen sechs Jahren. Den Zeitpunkt seines Danks hatte er so gewählt, weil es „tatsächlich die letzte Gelegenheit” sei. Reihs: „Bei der vorletzten Sitzung wussten wir noch nicht, dass es die letzte Sitzung ist.”

Er fragte in die Runde: „Ist es bekannt, dass es 282 Jahre Ehrenamt waren, die da jetzt sang- und klanglos sich verabschieden?” Hier bezog er sich auf die 13 Stadtratsmitglieder, die nicht im neuen Gremium vertreten sein werden: Bürgermeister Kurt Förster (SPD), Zweiter Bürgermeister Dieter Kölle (CSU), SPD-Fraktionschef Dr. Dr. Günther Strobl, CSU-Fraktionschef Dr. Wolfgang Scheurer, UR-Fraktionschefin Susanne Landgraf, Peter Schaumann (CSU), Hermann Uhl (FRV), Wolfgang Baumann (UR), Peter Holstein (FRV), Stefan Stiegele und Oliver Körber (beide Grüne), Karin Bierstedt (FRV) und Martina Schlegl (CSU).

Eine Verabschiedung kommt noch

Für Oberbürgermeister Dr. Markus Naser (FRV) – es war die letzte Sitzung, die er als Oberbürgermeister leitete – hatte dies alles nichts direkt mit dem Bauausschuss zu tun, wie er erklärte. Er meinte aber, dass dies „bekannt” sei. Und schob nach: „Es wird ja auch eine Verabschiedung geben.”

Diese wird dann wohl schon der neue Oberbürgermeister, Christoph Rösch (SPD), durchführen. Bis Ende April – also dem Ende der Amtszeit von OB Naser – sind keine Sitzungstermine mehr im Sitzungkalender zu finden; eine April-Sitzung des Stadtrates gibt es nicht.

Zwei Sitzungen im Mai

Das neue Gremium trifft sich am 12. Mai um 19 Uhr zur konstituierenden Sitzung – ausnahmsweise an einem Dienstag. Schon eine Woche später, am Donnerstag, 21. Mai, 19 Uhr, ist die nächste Sitzung des neuen Stadtrates angesetzt.

Neben Stadtrat Reihs hatte zum Beispiel auch CSU-Fraktionschef Scheurer Anfragen, es waren gleich mehrere. Er erkundigte sich nach dem Bauprojekt Heiligenstetter in der Klingengasse. Hier ruht der Betrieb seit „drei bis vier Wochen”, hat er beobachtet und bat um Information. Stadtbaudirektor Michael Knappe erklärte, dass ein Gespräch zwischen dem Bauherrn und Nachbarn im Rathaus geplant ist. Die Stadt habe sich als „neutrale Stelle” angeboten. Die Besprechung finde Anfang Mai statt, so lange ruhe die Bausstelle.

Neue Route für den Heereszug des Festpiels an Pfingsten

Eine weitere Anfrage Scheurers: der Heereszug am Pfingstsonntag. Wegen der Baustelle in der Georgengasse muss eine andere Route genommen werden. Hier ergriff Knappe ebenfalls das Wort, auch in seiner Funktion als Festspieler.

Die neue Route – die wohl auch für 2027 gilt – sieht so aus: Start ist wie immer in der Spitalgasse, bis zum Marktplatz verläuft die Strecke wie gehabt. Dann schwenkt der Zug allerdings nach links in die Herrngasse bis zum Brunnen, biegt ab in die Kirchgasse, geht weiter durch die Klingengasse. Vor dem Klingentor geht es nach rechts über den Schrannenplatz zur Galgengasse. Die Route ist laut Knappe „über zwei Kilometer lang” und „sehr sportlich dieses Jahr und auch noch nächstes Jahr, wie es ausschaut”. Die Strecke sei bereits geprüft und an der Hauptversammlung des Festspiels vorgestellt worden. Entscheidend hier ist, dass die Gespänne und Wagen durchpassen.

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