Geld für Kindergarten und Kläranlage: Die Gemeinde Weiltingen muss einiges stemmen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 17.04.2026 09:00

Geld für Kindergarten und Kläranlage: Die Gemeinde Weiltingen muss einiges stemmen

Noch intensiv wird an der neuen Kläranlage Weiltingens gearbeitet. Mitte des Jahres soll dann alles fertig sein. Die Restfinanzierung des Projektes gehört zu den großen Brocken im aktuellen Haushalt der Gemeinde.  (Foto: Peter Tippl)
Noch intensiv wird an der neuen Kläranlage Weiltingens gearbeitet. Mitte des Jahres soll dann alles fertig sein. Die Restfinanzierung des Projektes gehört zu den großen Brocken im aktuellen Haushalt der Gemeinde. (Foto: Peter Tippl)
Noch intensiv wird an der neuen Kläranlage Weiltingens gearbeitet. Mitte des Jahres soll dann alles fertig sein. Die Restfinanzierung des Projektes gehört zu den großen Brocken im aktuellen Haushalt der Gemeinde. (Foto: Peter Tippl)

Eine Million Euro für den Kindergartenanbau und 1,5 Millionen Euro für die Restfinanzierung der Kläranlage sind laut Bernd Lober die dicksten Brocken des diesjährigen Haushalts der Gemeinde Weiltingen. Der Kämmerer der VG Wilburgstetten stellte das von ihm aufgestellte Zahlenwerk in der Sitzung des Gemeinderates vor.

Bürgermeister Christoph Schmidt erinnerte zu Beginn an die vorangegangene Sondersitzung, in der der Entwurf intensiv diskutiert worden sei. Die damals eingebrachten Vorschläge seien nun eingearbeitet worden. Die Pflichtzuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt kann diesmal laut Kämmerer Lober nicht eingehalten werden. Vielmehr müssen aus dem Vermögensteil 164.100 Euro dem Verwaltungsetat zugeführt werden. Außerdem ist eine Kreditaufnahme für Investitionen in Höhe von 545.000 Euro notwendig.

Die Verschuldung steigt

Der Schuldenstand betrug zum Ende des letzten Jahres 1,6 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1157 Euro entspreche, erläuterte der Kämmerer. Angesichts eines Landesdurchschnitts vergleichbarer Kommunen in Höhe von 1411 Euro sei dies ein guter Wert. Dieser werde im kommenden Jahr mit 1797 Euro allerdings überschritten. In den darauffolgenden zwei Jahren soll sich der Schuldenstand dann wieder senken. Und auch die freie Finanzspanne werde dann deutlich besser sein.

Mit rund 900.000 Euro rechnet die Gemeinde an Einnahmen aus der Einkommens- und Umsatzsteuerbeteiligung. Jedoch würden diese Einnahmen für die Kreisumlage nahezu wieder komplett abfließen. 877.806 Euro muss die Gemeinde 2026 an den Landkreis zahlen. Der Gewerbesteueransatz beträgt 450.000 Euro.

Auf der Einnahmenseite wurden Rücklagenentnahmen von 2,2 Millionen Euro angesetzt, die Kreditaufnahme in Höhe von 545.000 Euro sowie Erschließungs- und Verbesserungsbeiträge in Höhe von 560.000 Euro. Die Rücklagen haben sich durch die hohe Entnahme deutlich verringert und werden sich zum Jahresende auf knapp 360.000 Euro belaufen.

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Auf der Ausgabenseite stechen die Hochbaumaßnahme an der Kita mit einer Million Euro sowie der Neubau der Kläranlage mit 1,5 Millionen Euro heraus. 250.000 Euro sind für die Breitbandversorgung vorgesehen, 150.000 Euro für eine Kanalbefahrung, 474.000 Euro für Tilgungsleistungen sowie 164.100 Euro für die erwähnte Zuführung vom Vermögens- zum Verwaltungshaushalt. „Sparen ist angesagt“, schloss Kämmerer Lober seine Ausführungen. Das Gremium stimmte dem Haushaltsplan mehrheitlich zu.

73.000 Euro Pacht aus Windkraftprojekt

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Moritz Wilde von einem Ingenieurbüro aus Dinkelsbühl die Planung für die Elektroinstallation und die Photovoltaikanlage für die Kita vor. Kosten hierfür wurden nicht genannt. Für die beiden Windenergieanlagen bei Frankenhofen hat die Gemeinde 73.000 Euro an Pacht im vergangenen Jahr erhalten, gab Bürgermeister Schmidt bekannt. Am Samstag, 18. April, findet in der Grundschule Weiltingen von 9 bis 11 Uhr ein Tag der offenen Tür zur Information für den Bereich des offenen Ganztags und zur Ferienbetreuung statt.

Die letzte Sitzung in dieser Wahlperiode wurde für Montag, 27. April, mit Verabschiedung der ausscheidenden Ratsmitglieder sowie einem Blick auf den geplanten Neubau der Staatsstraße nach Ruffenhofen festgelegt.

Der Haushalt in Zahlen

  • Gesamtvolumen:
    8.163.000 Euro
  • Verwaltungsetat:
    3.942.700 Euro
  • Vermögenshaushalt:
    4.220.300 Euro
  • Zuführung vom Vermögens- zum Verwaltungsetat:
    164.100 Euro
  • Kreisumlage:
    877.806 Euro
  • Kreditaufnahme:
    545.000 Euro

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