Paul Frenke ist Schauspieler aus Leidenschaft. Der 27-Jährige stammt aus Köln und hat 2020 die Schauspielschule abgeschlossen. Stets sucht er neue Herausforderungen. Und einer solchen stellte er sich nun an der Toppler-Grundschule: Er berichtete den Kindern vom „Verflixten Käsebrot”.
In zwei Aufführungen präsentierte Frenke von der Nimmerland-Theaterproduktion das Stück nicht nur für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule, sondern auch für die Kindergärten Heckenacker, St. Johannis und Rappelkiste sowie für die AWO-Einrichtungen Herterichweg und Himmelweiher. Für Frenke nicht ganz einfach: Normalerweise erzählt man Handlungen in Dialogen, hier aber stand er ganz allein auf der Bühne. Was also machte er? Er band die Kinder mit ein und trieb so die Handlung interaktiv voran.
Das Thema stammt aus dem Alltag und hat wohl jeder so schon mal erlebt: Frenke hatte sich mit seinem Freund gestritten. Der hatte ein Käsebrot und wollte ihm partout nichts davon abgeben. Vor lauter Ärger klaute Frenke es seinem Freund einfach – doch danach stritten sie sich deswegen und Frenke fühlte sich fürchterlich. Eines seiner Gefühle-Monster, Personifikationen verschiedener Stimmungen, meldete sich. Hier war es das schlechte Gewissen.
Und da kamen die Kinder ins Spiel. Denn Frenke suchte Rat: „Was würdet ihr jetzt machen?” Tatsächlich kamen viele gute Vorschläge: „Ruf ihn einfach an” oder „Erkläre ihm deine Gefühle”, schlugen ihm die Kinder vor. Durch Musikeinlagen und von der Regie eingespielte Textstücke wurde die Darstellung noch einmal lebendiger. Und am Ende gab es natürlich ein Happy End: Am Handy versöhnten sich Frenke und sein Freund, während die Kinder lauschten, und waren wieder ein Herz und eine Seele.
Der junge Darsteller war nach der Vorführung so begeistert wie die Kinder: „Es war super sweet. Die Kinder haben tolle Vorschläge gemacht und sogar mitgesungen.” Auch wenn er einräumt, dass die Jüngeren sich mehr beteiligt hätten: „Vielleicht sind die Viertklässler schon zu cool für sowas”, sagt Frenke mit einem Lachen.
Genau das ist es, was ihn an seinem Beruf so fasziniert, wie er betont: „Es macht super viel Spaß, auf der Bühne zu stehen, und die Kinder machen mit.” Gerade an der Toppler-Grundschule habe das wunderbar funktioniert. Außerdem suche er immer nach neuen Herausforderungen: Neben der Funktion als Alleindarsteller und der Interaktion mit den Kindern war es diesmal der Gesang, der ihn reizte.
Auch Lehrerin Nathalie Zimmer von der Grundschule hat es sehr gut gefallen: „Es ging in dem Stück um Gefühle und Gefühle-Monster. Die Kinder wurden einbezogen und durften mitsingen.” Dieses Thema griffen sie am Folgetag gleich im Unterricht auf, wie sie verrät: „Die Kinder haben in den Klassen das Gefühle-Monster nachgemalt und wir schicken es jetzt an das Theater.”