Eine lange Trockenperiode und schneearme Winter sorgen in den Alpen vielerorts für Wasserknappheit. Deshalb sollten Wanderer, die eine längere Tour planen, vorher nachfragen, ob Hütten entlang der Strecke das Trinkwasser rationiert haben, rät der Deutsche Skiverband (DSV), der im Sommer Wandern ausdrücklich zum Fithalten empfiehlt.
Eine Folge der Wasserknappheit sind Rationierungsmaßnahmen: Trinkwasser wird mitunter nur noch gegen Gebühr aufgefüllt. Einige Hütten in Südtirol und den Dolomiten haben laut DSV das Auffüllen von Trinkflaschen ganz eingestellt. Darum sollte man ausreichend eigenen Vorrat einpacken, wenn man unsicher ist, ob man auf dem Weg an frisches Trinkwasser kommt.
Füllt man die Flasche unterwegs in der Natur auf, dann gilt: Wegen der Keimgefahr Wasser lieber nicht aus Quellen und Bächen nehmen, die unterhalb von Weideflächen und Hütten liegen, und auch nicht aus stehenden Gewässern - es sei denn, man hat einen Wasserfilter zum Aufbereiten dabei oder kann das Wasser abkochen. Generell ist man immer auf der sichereren Seite, wenn man Wasser vor dem Trinken aufbereitet.
Der Deutsche Alpenverein berichtet von fast allen Hütten, die er in den deutschen und österreichischen Alpen betreibt, derzeit von Mangellagen, auf die je nach Lage vor Ort mit verschiedenen Maßnahmen reagiert werde: Dazu können geschlossene Waschräume, Trockentoiletten statt Spültoiletten oder eben eine Rationierung des Trinkwassers für Gäste zählen.
Weil die Wasserversorgung generell aufwendig ist, regt der DAV an, grundsätzlich zum Wassersparen beizutragen und das Duschen möglichst kurz zu halten oder ganz darauf zu verzichten, selbst wenn das auf der besuchten Berghütte prinzipiell noch möglich ist. Mit einer Katzenwäsche statt einer Dusche spart man laut DAV kräftig Wasser ein. Wer dann noch saubere Wechselwäsche dabeihat, fühlt sich dennoch richtig frisch.
Wanderer sollten auch Verständnis haben, wenn Hütten auf unnötiges Geschirr verzichten, um den Abwasch zu reduzieren.
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