Von der Küste nahe Roms mit der Fähre nach Nordafrika: Die Fährgesellschaft Grandi Navi Veloci (GNV) verbindet die Hafenstadt Civitavecchia mit Annaba im Osten Algeriens, unweit der Grenze zu Tunesien. Die neue Route soll ab 8. August zunächst zweimal wöchentlich bedient werden. Die Fahrzeit übers Mittelmeer beträgt gut 24 Stunden. Die Preise für eine Überfahrt ab Italien starten bei rund 90 Euro pro Person, ab Algerien kostet das Ticket ab rund 150 Euro.
Civitavecchia liegt rund 70 Kilometer nordwestlich von Rom. Von dort betreibt GNV auch eine Fährverbindung nach Tanger in Marokko via Barcelona - hier sind Reisende insgesamt 51 Stunden unterwegs.
Für die Überfahrt in die Maghreb-Region im Norden Afrikas gibt es auch diverse Verbindungen von spanischen Häfen nach Marokko oder von italienischen Häfen nach Tunesien.
Fähren nach Algerien fahren von Europa sonst unter anderem aus Marseille in Frankreich und Alicante in Spanien. Anbieter sind unter anderem Algerie Ferries und Corsica Linea. GNV betreibt neben der neuen Linie ab Civitavecchia bereits zwei Algerienverbindungen: von Sète nahe Montpellier in die algerische Hauptstadt Algier und nach Bejaia.
Wer eine Reise nach Algerien plant, sollte sich gut mit der Lage vor Ort auseinandersetzen. Das Auswärtige Amt (AA) rät von touristischen Reisen in bestimmte Teile des nordafrikanischen Landes ab. Vor Reisen in Grenzgebiete zu mehreren Nachbarstaaten warnt das Ministerium sogar. Wo im Detail Vorsicht geboten ist, steht in den online verfügbaren Reise- und Sicherheitshinweisen des AA.
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