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Veröffentlicht am 27.06.2024 14:23

Wechsel vom Rathaus Bechhofen ins Feuchtwanger Spielcasino

Ab 1. August ist die Feuchtwanger Spielbank der neue Arbeitsplatz des scheidenden geschäftsleitenden Beamten der Gemeinde Bechhofen. (Foto: Herbert Dinkel)
Ab 1. August ist die Feuchtwanger Spielbank der neue Arbeitsplatz des scheidenden geschäftsleitenden Beamten der Gemeinde Bechhofen. (Foto: Herbert Dinkel)
Ab 1. August ist die Feuchtwanger Spielbank der neue Arbeitsplatz des scheidenden geschäftsleitenden Beamten der Gemeinde Bechhofen. (Foto: Herbert Dinkel)

Thorsten Müller, geschäftsleitender Beamter im Bechhöfer Rathaus, wird der neue Direktor der Feuchtwanger Spielbank. Er tritt dort seinen Dienst am 1. August an. Darüber wurde der Gemeinderat am Mittwochabend informiert.

Der 32-Jährige Müller, der in Wassertrüdingen lebt und dort CSU-Ortsvorsitzender ist, musste sich am 28. Januar bei der Bürgermeisterwahl Sven Waidmann geschlagen geben. Diese Kandidaten-Konstellation – zwei Bewerber aus den Reihen der CSU – hatte für viel Wirbel gesorgt. Waidmann entschied den Urnengang schließlich deutlich für sich.

Die beiden Kontrahenten im Wahlkampf arbeiteten nach der Amtsübernahme Waidmanns anfangs gut zusammen, und der Bechhöfer Rathauschef bedankte sich in der Gemeinderatssitzung bei Müller für „sehr gute Zuarbeit“, die nach seinen Worten „wirklich klasse“ war. Trotzdem wollte Thorsten Müller nach seiner Wahlniederlage wohl nicht weiter im Bechhöfer Rathaus arbeiten und schaute sich nach beruflichen Alternativen um.

Aufstieg in den höheren Dienst

Er wird nun am 1. August Direktor der Spielbank Feuchtwangen, was für den Diplom-Verwaltungswirt im gehobenen Dienst mit dem Aufstieg in den höheren Dienst verbunden ist. Müller selbst kommentierte seinen Abschied aus Bechhofen, wo er seit 1. Juli 2020 als geschäftsleitender Beamter tätig ist, mit den Worten: „Wo sich eine Türe schließt, geht eine andere auf“.

Für die Mitarbeitenden im Rathaus und Bürgermeister Sven Waidmann bedeutet der Weggang Müllers jetzt eine Herausforderung. Das Bewerberverfahren laufe, aber wann ein Nachfolger seinen Dienst im Bechhöfer Rathaus antreten wird, sei noch ungewiss, informierte der Bürgermeister den Rat. Wegen seiner vielen Überstunden sei Müller nur noch wenige Tage im Rathaus.

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Eingeschränkte Öffnungszeiten

Der Wechsel hat Konsequenzen für die Bürgerinnen und Bürger: Das Standesamt wird ab Montag, 1. Juli, bis vorerst 30. September von den Standesbeamten in Herrieden in Form einer Notbestellung betreut. Die Personenstandsbücher werden nach Herrieden gebracht und auch die Öffnungszeiten des Bechhöfer Rathauses werden eingeschränkt.

Am Dienstag-Nachmittag ist die Verwaltung geschlossen und die Mitarbeiter stehen nur nach vorheriger Terminabsprache zur Verfügung.

Bürgermeister Waidmann zollte Thorsten Müller abschließend „großen Respekt für seine Leistungen in Bechhofen“, was die Gemeinderätinnen und -räte mit Applaus unterstrichen.

Bayerns zweitgrößte Spielbank

Die Feuchtwanger Spielbank ist das zweitgrößte Casino in Bayern. Auf den knapp 2000 Quadratmetern Nutzfläche bietet es neben den typischen Roulette-, Poker- und Black-Jack-Tischen sowie Spielautomaten auch Bars und ein Restaurant.

Die neun bayerischen Spielbanken werden von der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung in München betreut, die zum Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat gehört. Müller folgt als Direktor Thomas Steiner nach, der am 1. September 2023 von Finanzminister Albert Füracker ins Amt berufen wurde.


Von Alexander Biernoth
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