Der frühere Augsburger Fußball-Trainer Markus Weinzierl hat seinen Ex-Club wegen Entscheidungen auf der Trainerposition in der jüngeren Vergangenheit kritisiert. „Sandro Wagner wurde mit großen Zielen und Tönen verpflichtet. Ihn dann im November mit einer üppigen Abfindung, es waren ja drei Millionen Euro im Gespräch, wieder zu entlassen, halte ich für einen Verein wie den FC Augsburg für sehr schwierig“, sagte der 51-Jährige der „Augsburger Allgemeinen“.
Auch den Umgang mit Wagners Vorgänger Jess Thorup kritisierte Weinzierl: „Erst einmal war die Entlassung von Jess Thorup sportlich und menschlich in meinen Augen nicht nachvollziehbar. Der FCA hatte die Saison als Zwölfter beendet“, sagte er der Zeitung.
Die Augsburger hatten sich im Sommer überraschend vom Dänen Thorup getrennt und den früheren Bundesliga-Profi und Ex-DFB-Assistenztrainer Wagner geholt. Anfang Dezember beendete der zuletzt stabilere FCA die Zusammenarbeit mit Wagner und setzt aktuell auf den früheren FCA-Coach Manuel Baum, der die Augsburger auf den zehnten Tabellenrang der Bundesliga geführt hat.
Weinzierl trainierte die Augsburger zwischen 2012 und 2016 und noch einmal zwischen 2021 und 2022. Unter der Regie von Weinzierl erreichte der Verein seinen bislang größten Erfolg, als die Mannschaft zur Saison 2015/16 den Einzug in die Europa League perfekt machte. Danach traf der FCA in dem europäischen Wettbewerb auf den FC Liverpool und unterlag gegen den englischen Club im Sechzehntelfinale.
Weinzierl trainierte auch noch den FC Schalke 04, den VfB Stuttgart und den 1. FC Nürnberg. Aktuell arbeitet er noch als sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Rekordmeister FC Bayern München.
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