Gut dreieinhalb Jahre nach dem Diebstahl einer wertvollen Oboe in einer Münchner S-Bahn hat die Bundespolizei das Instrument sichergestellt. Ein 46-Jähriger und sein 16 Jahre alter Sohn wurden vorläufig festgenommen, wie die Bundespolizei München mitteilte.
Der Fall geht auf den 20. November 2022 zurück. Damals war ein 55-jähriger Italiener mit der S-Bahn-Linie S7 von Icking im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen nach München unterwegs. Nach Angaben der Bundespolizei schlief er während der Fahrt kurz ein. Als er auf Höhe des Haltepunkts Karlsplatz aufwachte, war seine neben ihm abgelegte Tasche mit der Oboe verschwunden. Der Wert des Instruments wurde mit rund 10.200 Euro angegeben.
Die Auswertung von Videoaufzeichnungen ergab, dass ein zunächst unbekannter Mann die Tasche an sich genommen und den Zug später am Münchner Hauptbahnhof verlassen hatte. Hinweise auf seine Identität gab es damals nicht.
Eine entscheidende Wendung nahm der Fall in dieser Woche: Nach Angaben der Bundespolizei meldete sich der Inhaber eines Musikgeschäfts, nachdem ihm die als gestohlen registrierte Oboe zum Kauf angeboten worden war. Einsatzkräfte nahmen daraufhin den 46-Jährigen und seinen Sohn vorläufig fest, als sie das Instrument verkaufen wollten.
Bei den weiteren Ermittlungen ergaben sich nach Bundespolizeiangaben zudem Hinweise auf die Identität des bislang unbekannten mutmaßlichen Diebes von 2022. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden Vater und Sohn wieder entlassen.
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