„Wir wollen die 1000er-Marke knacken“: Dentleiner Poolparty steigt zum sechsten Mal | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 26.06.2025 09:30

„Wir wollen die 1000er-Marke knacken“: Dentleiner Poolparty steigt zum sechsten Mal

Seit sechs Jahren organisieren Leo und Pascal Richter die Poolparty in Dentlein. Angefangen hat damals alles im heimischen Garten in Kleinohrenbronn. Mittlerweile ist der Fichtberg Veranstaltungsort.  (Foto: Lisa-Maria Liebing)
Seit sechs Jahren organisieren Leo und Pascal Richter die Poolparty in Dentlein. Angefangen hat damals alles im heimischen Garten in Kleinohrenbronn. Mittlerweile ist der Fichtberg Veranstaltungsort. (Foto: Lisa-Maria Liebing)
Seit sechs Jahren organisieren Leo und Pascal Richter die Poolparty in Dentlein. Angefangen hat damals alles im heimischen Garten in Kleinohrenbronn. Mittlerweile ist der Fichtberg Veranstaltungsort. (Foto: Lisa-Maria Liebing)

Der Fichtberg in Dentlein ist am Samstag, 28. Juni, Austragungsort der sechsten Poolparty. Die Organisatoren Leo und Pascal Richter hoffen dieses Jahr auf über 1000 Besucherinnen und Besucher. „Diese Marke wollen wir knacken.“

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Wiese ist gemäht, der Bauzaun aufgestellt, der Pool aus Europaletten und einer Plastikfolie gebaut und mit über 30.000 Litern Wasser befüllt. Und auch die Aufbauarbeiten der Bühne und Technik haben bereits begonnen.

Das Besondere an der Poolparty ist sicherlich die Lage auf dem Fichtberg, von wo aus man einen freien Blick über Dentlein hat. Doch genau diese Lage bringt auch viele Herausforderungen mit sich, wie die Brüder Leo und Pascal Richter erzählen. Kein Wasser, kein Strom, nur eine große Wiese. „Wir haben enorme Kosten, weil da oben einfach nichts ist“, betont der 24-jährige Leo Richter. „Wir brauchen zum Beispiel zwei riesige Stromaggregate. Eines für die Technik und eines für die Notbeleuchtung“, erzählt er weiter.

Mindestens 20.000 Euro Fixkosten

Das Wasser kommt von einem Hydranten, der sich an der Straße zwischen Dentlein und Großohrenbronn befindet. Hierfür mussten die Brüder einen fünf Mal 50 Meter langen lebensmittelechten Schlauch anschaffen. „Das war unsere teuerste Anschaffung mit fast 2000 Euro. Aber eine Frischwasserzufuhr ist nun mal Pflicht“, erklärt der 27-jährige Pascal Richter.

Als weitere Auflagen nennen die Brüder unter anderem Toiletten, zwei getrennte Umkleidekabinen, ausreichend Parkmöglichkeiten, einen Verkehrsplan, Security, einen Rot-Kreuz-Stand und ein Hygienekonzept aufgrund des Essenswagens.

Mindestens 20.000 Euro Fixkosten

„Wir haben mindestens 20.000 Euro Fixkosten, da ist das Personal noch nicht einmal eingerechnet“, hebt Leo Richter hervor. Gewinn bleibe da nicht viel hängen. Die ersten Jahre hätten die Brüder sogar draufgezahlt, wie sie erzählen.

Angefangen habe alles im Jahr 2019 mit einer privaten Gartenfeier und einem kleinen Stahlwandpool. „Unsere Mama wollte in den Urlaub und hat uns eine Party mit 20 Gästen erlaubt. Das ist dann etwas ausgeartet. Wir waren am Ende über 70“, erinnert sich Pascal Richter.

Der Andrang überraschte

Es sollte das erste und letzte Mal im heimischen Garten der Familie im Dentleiner Ortsteil Kleinohrenbronn bleiben. Aufgrund des positiven Feedbacks wollten die Brüder das Event aber dennoch im darauffolgenden Jahr unbedingt wiederholen. Ihre Mutter, Andrea Richter, schlug deshalb vor, die Party auf eine private Wiese neben dem Funkturm auf den Fichtberg zu verlegen. Aufgrund der damals vorherrschenden Corona-Beschränkungen konnte die Veranstaltung allerdings nur mit einer limitierten Gästeliste stattfinden, so die Brüder.

Erst bei ihrer vierten Auflage war die Poolparty komplett öffentlich, betont Leo Richter. Rund 850 zahlende Gäste seien damals auf den Fichtberg gekommen. „Wir hätten niemals mit so viel gerechnet. Der Andrang hat uns überrascht. Deshalb lief in diesem Jahr auch alles etwas chaotisch. Die haben uns komplett überrannt. Wir mussten zum Beispiel Getränke besorgen, weil nichts mehr da war.“

Das war den Brüdern eine Lehre. Im vergangenen Jahr haben sie deshalb eine Eventagentur mit ins Boot geholt, die einen Großteil der Aufgaben übernimmt und sich unter anderem auch um die Werbung kümmert. „Und uns war es besonders wichtig, dass die Haftung weg von uns ist“, erklärt Pascal Richter.

„Uns geht es um die Gaudi“

Trotz des ungünstigen Wetters war 2024 auch das erste Jahr, in dem etwas Gewinn abfiel. „So zwischen 2000 und 3000 Euro. Aber davon haben wir dann auch den Helfern etwas gegeben. Uns geht es um die Gaudi, nicht um Gewinn“, sind sich die Brüder einig.

Der Abbau ist laut Leo und Pascal Richter mit dem größten Aufwand verbunden. „Bis Sonntagabend muss die Wiese zu 99 Prozent wieder sauber sein.“ Doch daran wollen sie jetzt erst einmal noch nicht denken und freuen sich auf ihr Event, das am Samstag um 15 Uhr beginnt. Vier DJs sorgen dann den ganzen Tag über mit House, Elektro und leichten Techno für den passenden Sound.

Bestes Wetter ist vorausgesagt

Ob die Richters die 1000er-Marke knacken werden? Die Wettervorhersage verspricht schon einmal beste Voraussetzungen: Sonne satt und 28 Grad.

„Was wir uns jetzt noch wünschen würden, wäre, dass mehr Bürger aus der Gemeinde zu dem Fest kommen. Wir glauben, dass sich viele nicht trauen oder denken, dass dort nur 18-Jährige sind. Aber dort ist wirklich jedes Alter vertreten und jeder ist willkommen“, betonen die Brüder.

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