Nach der Insolvenz der Schoofs Immobilien GmbH ist die Zukunft eines Großprojektes in Dinkelsbühl am Ellwanger Kreisel weiter unklar. Auf dem Grundstück im Baugebiet Gaisfeld, wo ein Komplex mit Wohnungen und einem Nahversorgungsmarkt entstehen soll, stehen die Kräne still. Die Investorin, die Greenman-Group, verhandelt derweil mit einem neuen Generalunternehmer.
Darüber informierte Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer im Stadtrat. Er verlas den Inhalt einer Mail, in der eine Mitarbeiterin der Immobilienverwaltung der Greenman-Group über den derzeitigen Sachstand berichtet. Sie nimmt Bezug auf die Insolvenz des bisherigen Generalunternehmers, der Schoofs GmbH mit Sitz in Frankfurt. Nachdem es zunächst positive Signale bezüglich einer weiteren Zusammenarbeit gegeben habe, „konnte jedoch keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden“, heißt es in der schriftlichen Mitteilung, die der FLZ vorliegt. Darin wird außerdem von der Suche nach Alternativlösungen berichtet.
In diesem Zusammenhang habe man ein vielversprechendes Angebot erhalten, schreibt die Mitarbeiterin der Verwaltungsgesellschaft dem Dinkelsbühler Rathauschef. Demnach handelt es sich dabei um die Firma, die bereits für den Rohbau des Komplexes verantwortlich war. Sie biete nun die Fertigstellung desselben an. Zudem erwarte man noch ein ergänzendes Angebot, wonach die besagte Firma im Weiteren als neuer Generalunternehmer die Fertigstellung des gesamten Projektes übernehmen würde.
Wie aus dem Schreiben weiter hervorgeht, gibt es offensichtlich auch bei der Finanzierung noch Verhandlungsbedarf. So werden Gespräche mit der Bank geführt, um „die Gesamtfinanzierung des Projektes zu den geänderten Rahmenbedingungen sicherzustellen“. Im August soll dann, wie es heißt, eine abschließende Entscheidung getroffen werden.
Auf rund 20 Millionen Euro wurde das Kostenvolumen des Großprojektes mit mehr als 80 Wohnungen und einem Einkaufsmarkt beim Spatenstich beziffert. Das war im März 2023. Schoofs hatte das Projekt damals entwickelt, das Areal im Neubaugebiet Gaisfeld allerdings bereits kurz nach dem Spatenstich an die Greenman-Group veräußert. Schoofs aus Frankfurt fungierte fortan als Generalunternehmer und stellte schließlich im Februar dieses Jahres Insolvenz-Antrag.