Genau so stellen sich die „Löwen“ Fußball-Abende in Giesing vor. Ein verdientes 3:0 (2:0) gegen Schwaben Augsburg, der erste Heimsieg der Saison im Grünwalder Stadion, kein Gegentreffer und dann auch noch ein Eigengewächs als Protagonist. Der TSV 1860 München nähert sich der Spitzengruppe in der Regionalliga an und findet immer mehr sein Spiel.
Trainer Alper Kayabunar war „froh über die Art und Weise“, wie seine Schützlinge die Aufgabe gegen Augsburg am Freitagabend bewältigt hatten. „Ich denke, dass wir die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht haben.“ Dazu hatten die Sechziger viel Ballkontrolle - der Sieg war nie in Gefahr. In der Tabelle kletterte der TSV auf Platz sechs - die drittplatzierten Illertissener sind nur noch einen Punkt entfernt und haben sogar ein Spiel mehr ausgetragen.
Matchwinner vor 15.000 Zuschauern war Abwehrspieler Lance Fiedler, der mit einem Doppelpack in der 10. und 34. Minute den Grundstein für den Sieg legte. Tunay Deniz erzielte das dritte Tor (49.). „Ein Tor zu schießen für Sechzig, das ist nicht in Wort zu fassen - geil!“, sagte Fiedler im Bayerischen Rundfunk. Vor allem der zweite Treffer aus der Distanz war sehenswert. „Das war kein schlechtes Tor“, meinte der 19-Jährige breit grinsend.
Der kuriose - und unnötige - Heimbann ist damit gebrochen. Die „Löwen“ hatten in den bisherigen Liga-Heimspielen gegen den FC Augsburg II (2:2) und TSV Landsberg (1:1) Siege verpasst. Zudem schied 1860 im eigenen Stadion im DFB-Pokal gegen Holstein Kiel (0:2) und zuletzt im Landespokal gegen Liga-Topteam TSV Buchbach (1:3) aus.
Gegen Schwaben Augsburg hat für Kayabunar „alles gepasst“. Und eine Sache freute den Trainer ganz besonders - und das waren nicht die Tore. „Es macht mich stolz, wie sich die Jungs bis zu letzten Sekunde reingehauen haben, um dieses Gegentor zu verteidigen.“ So soll es weitergehen bei den Blauen - am Dienstag (19.00 Uhr/BR) steht das Auswärtsmatch bei Greuther Fürth II an.
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