Wie viele verschiedene Obst-, Gemüse- oder Getreide- und Nusssorten habe ich zuletzt so gegessen? Wer sich die „30 Pflanzen pro Woche“-Challenge vorgenommen hat, zählt fleißig mit.
Dieser spielerische Ansatz ist ideal für alle, die etwas gesünder und vielfältiger essen wollen, aber keine Lust auf starre Regeln haben. „Der Charakter so einer Challenge kann motivieren und macht die ganze Sache spannender“, sagt Daniela Krehl, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.
Doch warum mindestens 30 verschiedene pflanzliche Lebensmittel in der Woche? Natürlich ist es immer ein guter Plan, in der Ernährung einen Fokus auf Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, (Vollkorn-)Getreide, Nüsse und Samen zu legen - sie liefern wichtige Nährstoffe.
Jedes pflanzliche Lebensmittel punktet dabei mit seinem ganz eigenen Nährstoffprofil - Vitamine, Ballaststoffe, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe wie die Farbstoffe. „Deswegen macht es Sinn, dass man Rot, Grün, Gelb, Orange, Blau, Violett auf dem Teller findet“, sagt Daniela Krehl. Ganz nach dem Motto „Iss den Regenbogen“.
Denn: Der Darm hat Vielfalt gern. Das legt zumindest eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2018 nahe, die sich auf Daten des „American Gut Project“ stützt. Eine Beobachtung darin: Die Anzahl der Pflanzentypen in der Ernährung spielt eine Rolle für die Vielfalt der Mikroorganismen im Darm - das Mikrobiom.
Ein gesundes Mikrobiom hilft nicht nur der Verdauung, „sondern kann auch Auswirkungen auf Psyche und Wohlbefinden haben“, sagt Ernährungsexpertin Krehl.
Starre Regeln? Grammgenaue Mengen? Darauf kommt es gar nicht so sehr an - es geht um den Spaß. Zählen kann man zum Beispiel so:
Ein Beispiel: Wer sich aus Süßkartoffel, Zwiebel, Brokkoli, Kichererbsen und Möhre ein Curry kocht, Vollkornreis oder Buchweizen dazu serviert und alles mit einer guten Portion gehacktem Koriander bestreut, kommt mit einer Mahlzeit bereits auf 6,5 Punkte.
Gerichte, in denen man gut viele unterschiedliche Pflanzen unterbringen kann, sind Daniela Krehl zufolge neben Currys auch Bowls und Eintöpfe. Und auch in der Tomatensoße für die Nudeln ist noch Platz - für Linsen, Zucchini, Paprika oder Sellerie zum Beispiel.
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