Außen ein eher kleines, normales Display - aufgeklappt Bildschirm-Dimensionen, die eines Tablets würdig sind: Falt- und Klapp-Smartphones - auch Foldables genannt - bieten das Beste aus zwei Welten, sind außerdem einfach zu transportieren und durch ihr Scharnier flexibel aufstellbar.
Auf der anderen Seite sind die hochkomplex aufgebauten Innendisplays und Scharniere die Achillesferse der „Falter und Klapper“ - auch wenn die Hersteller diese Bauteile in den letzten Jahren extrem verbessert und robuster gemacht haben.
Vor jeder Klappaktion sollte man deshalb prüfen, ob die Scharniere frei sind und nichts im Display liegt, das Öffnen oder Schließen bei Widerständen nie mit Gewalt erzwingen und das Innendisplay niemals wie normales Glas behandeln.
Im deutschen Handel erhältlich sind derzeit vor allem Modelle von Samsung, Motorola, Honor, Huawei und Oppo. Apple startet mit seinem iPhone Duo am 23. Oktober. Wovor die Hersteller bei der Nutzung ihrer aktuellen Falt- und Klapp-Smartphones warnen:
Die Hersteller schützen die Innendisplays ihrer Foldables in aller Regel mit einer vorinstallierten Spezialfolie. Diese darf man niemals abziehen oder selbst versuchen, sie zu ersetzen. Das ist ein Fall für den Kundenservice, weil die Folien integraler Bestandteil der Displayeinheit sind. Wenn Kratzer, Risse, Blasen, Eintrübungen oder andere Beschädigungen stören oder sich die Folie schlichtweg löst, ist es Zeit für einen Tausch.
Starke Stöße von außen können den Bildschirm beschädigen. Farbige Punkte oder Linien beziehungsweise schwarze Flecken oder Risse deuten auf einen Schaden hin, vor allem, wenn sie sich auf umliegende Bereiche ausweiten und beim Zusammenklappen eine weiße Linie entstehen lassen.
Sollte das Innendisplay über eine Digitizer-Schicht zur Stiftbedienung verfügen, heißt das nicht, dass man einfach irgendeinen Eingabestift verwenden kann. Um Schäden zu vermeiden, sollte man sich an die Stiftempfehlung des Herstellers halten.
Entlang der Faltlinie des Innendisplays sollte man möglichst nicht auf den Bildschirm drücken - und grundsätzlich so wenig Kraft wie möglich einsetzen, wenn man das Display berührt - sie es bei Stifteingaben oder bei einer nötigen Reinigung.
Beim Zusammenklappen immer darauf achten, dass keine Gegenstände oder Fremdkörper wie etwa Bankkarten, Schlüssel oder Sand zwischen den Displayhälften liegen, um Beschädigungen zu vermeiden - schließlich ist ein Foldable kein Koffer und zwischen den Displays ist quasi kein Millimeter Platz.
Stifte, Scheren, Gläser, was auch immer: Schnell ist mal etwas aus der Hand gerutscht oder umgekippt - aber bitte nicht aufs Innendisplay. Das mag fallende Gegenstände überhaupt nicht.
Nur eine Hand frei - und trotzdem soll das Foldable geöffnet werden? Bitte nicht. Zum Öffnen keinen Finger zum Hebeln zwischen die Displayhälften schieben, sondern das Gerät immer ordentlich mit beiden Händen in einer gleichmäßigen Bewegung aufklappen.
Die meisten Foldables sind staub- und wasserabweisend konstruiert, allerdings in verschiedenen Ausprägungen. Hier gilt es, die ausgewiesene IP-Schutzklasse und die genauen Modellhinweise des Herstellers zu beachten. Grundsätzlich sollte man aber versuchen, den Kontakt mit kleinen Partikeln wie Staub und Sand zu vermeiden, um Displayschäden vorzubeugen und im Zweifel die Lebensdauer des Scharniers nicht unnötig zu verkürzen.
Gereinigt werden sollte das Innendisplay mit einem weichen, fusselfreien Mikrofasertuch. Dabei immer sanft und ohne Druck arbeiten; nicht der Versuchung erliegen, etwa mit dem Fingernagel nachzuhelfen. Niemals Tücher mit rauer Oberfläche verwenden, die scheuern, also etwa Papiertaschentücher oder Küchentücher. Flüssigkeiten zur Reinigung sind eher zu vermeiden. Ob und welche der Hersteller empfiehlt, ist den jeweiligen Modellhinweisen zu entnehmen. Tabu sind in jedem Fall alle Haushalts-Reinigungsmittel - Glasreiniger eingeschlossen.
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