Aischtalkläranlage: Münchsteinach und Baudenbach treten dem Zweckverband bei | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 14.01.2026 20:16

Aischtalkläranlage: Münchsteinach und Baudenbach treten dem Zweckverband bei

Neben den Becken der Teichkläranlage Pahres entsteht das Projekt des Zweckverbandes. (Foto: Sandra Buchwald)
Neben den Becken der Teichkläranlage Pahres entsteht das Projekt des Zweckverbandes. (Foto: Sandra Buchwald)
Neben den Becken der Teichkläranlage Pahres entsteht das Projekt des Zweckverbandes. (Foto: Sandra Buchwald)

Erst Holz, jetzt doch massive Ziegel. Obwohl die Münchsteinacher Gemeinderäte erst im Dezember den vergleichsweise günstigeren Holzbau abgesegnet hatten, erfordert das neue Jahr jetzt doch die Alternative für den Bau des Verwaltungsgebäudes der am Standort Pahres projektierten Gemeinschaftskläranlage.

Grund ist die Änderung der Förderkulisse. Bürgermeister Jürgen Riedel erläuterte am Dienstagabend seinem Ratsgremium, dass das präzise Prüfen der Förderlandschaft jetzt gezeigt hätte, dass die Fördergelder für diese Holzgebäude entfallen seien. Damit fällt auch das Kriterium der höheren Wirtschaftlichkeit weg, das entscheidend für das Verwaltungsgebäude als Holzbauwerk gewesen sei.

Energieeffizientes Gebäude

Da die Fördergelder für das Holzprojekt „nicht so hoch“ gewesen seien, sei jetzt klassischer Ziegelbau die ökonomischere Variante für das Gebäude. Geplant seien 42 Zentimeter dicke Ziegel, sagte Riedel. Diese sehr massive Bauweise sei nötig, um die KfW-Standards für energieeffiziente Gebäude passend umzusetzen.

Neben den baulichen Aspekten vermeldete der Bürgermeister auch organisatorische Fortschritte für das ambitionierte Kläranlagenprojekt der vier Aischgrund-Gemeinden Münchsteinach, Baudenbach, Gutenstetten und Uehlfeld. Die Gründung des Zweckverbandes hatte sich verzögert, auch dabei spielten Fördergelder eine Rolle, wie im Baudenbacher Gemeinderat erläutert worden war. Erst spät war noch eine Förderung für die Gründung interkommunaler Zweckverbände entdeckt worden. Die Gründung konnte erst nach der Förderzusage erfolgen.

Bescheid kam erst in dieser Woche

Doch jetzt hatten die Bürgermeister gute Nachrichten für die Gemeinderäte: Riedel: „Der Bescheid ist gestern auf meinem Tisch gelandet.“ Allein in Münchsteinach wird demnach die Gründung des Zweckverbandes mit etwa 28.000 Euro bezuschusst. Auch in Baudenbach gibt es 20 Euro pro Einwohner und Einwohnerin, insgesamt rund 24.000 Euro. Die nötige Basis für den Beitritt der beteiligten Gemeinden sei jetzt also geschaffen. Baudenbach und Münchsteinach stimmten der Satzung des Zweckverbandes einstimmig zu und beschlossen den Beitritt dieser Gemeinden, Gutenstetten und Uehlfeld planen dasselbe für die nächsten Tage.

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Für das Gremium des Zweckverbandes wählten die Münchsteinacher Gemeinderäte ihre beiden Mitglieder Thomas Jordan und Bernd Kaiser als Verbandsräte. Peter Meller und Johanna Huber fungieren als deren Stellvertreter. Jürgen Riedel ist als Bürgermeister für das Gremium als Münchsteinacher Repräsentant schon gesetzt. Ihn würde Harald Kern als amtierender zweiter Bürgermeister vertreten. Für die nun Gewählten ist die Amtsdauer kurz. Denn mit Beginn der neuen Wahlperiode am 1. Mai dürfen dann die neu gewählten Bürgermeister sowie die frisch gebackenen Gemeinderäte die nötigen Entscheidungen für das Projekt des Zweckverbandes treffen.

Auch Baudenbach stellte personelle Weichen

Für den Markt Baudenbach werden qua Amt der amtierende Bürgermeister Wolfgang Schmidt, Markus Sandmann und Alexander Loscher-Frühwald dem Zweckverband angehören. Der Verband soll künftig auch Vergaben für die neue Aischtalkläranlage tätigen, damit man nicht mehr jede Entscheidung durch alle Gemeinderäte der beteiligten Kommunen bringen muss. Sandmann und Loscher-Frühwald kandidieren erneut und könnten, wenn sie wiedergewählt werden und der neue Gemeinderat einverstanden ist, dem Gremium auch in der nächsten Wahlperiode angehören. Stellvertreter sind Werner Weglehner und Uwe Becker.

Sowohl in Münchsteinach als auch in Baudenbach wird es einen neuen Bürgermeister und damit im Mai auf jeden Fall einen Wechsel unter den Zweckverbandsmitgliedern geben.


Von SANDRA BUCHWALD UND ULRIKE GANTER
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