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Veröffentlicht am 29.10.2026 03:26, aktualisiert am 29.10.2026 19:54

Alle Stimmen ausgezählt: Patt nach Wahl in Israel

Das Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu liegt nach der Auszählung aller Stimmen vorn, verfehlt aber wie auch das Lager seines Gegenspielers die Mehrheit im Parlament. (Archivbild) (Foto: Gil Cohen-Magen/dpa)
Das Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu liegt nach der Auszählung aller Stimmen vorn, verfehlt aber wie auch das Lager seines Gegenspielers die Mehrheit im Parlament. (Archivbild) (Foto: Gil Cohen-Magen/dpa)
Das Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu liegt nach der Auszählung aller Stimmen vorn, verfehlt aber wie auch das Lager seines Gegenspielers die Mehrheit im Parlament. (Archivbild) (Foto: Gil Cohen-Magen/dpa)

Nach Auszählung aller Stimmen haben bei der Parlamentswahl in Israel sowohl die Regierungskoalition von Benjamin Netanjahu als auch das Oppositionslager von Gadi Eisenkot eine absolute Mehrheit verfehlt. Die bisherige Koalition aus rechten, rechtsextremen und religiösen Parteien kommt auf 53 Sitze im Parlament (2022: 64 Sitze), wie mehrere israelische Medien am Abend nach Ende der Auszählung meldeten - für eine Mehrheit bräuchte es 61 Mandate. 

Die rechtskonservative Likud-Partei von Ministerpräsident Netanjahu verliert demnach fünf Sitze, bleibt mit 27 Mandaten jedoch die stärkste Partei im Parlament (Knesset). Als zweitstärkste Kraft geht den Angaben zufolge die von Eisenkot neu gegründete Mitte-Partei Jaschar mit 21 Sitzen aus der Wahl hervor. Das Oppositionsbündnis vereint demnach insgesamt 48 Mandate auf sich.

Das Ergebnis führt zu einem Patt im Parlament - und zu einer schwierigen Regierungsbildung.

Opposition auf Unterstützung arabischer Parteien angewiesen

Um eine Mehrheit von 61 Sitzen zu erreichen, wäre Eisenkots Oppositionslager rechnerisch auf die Unterstützung der vorwiegend arabischen Parteien angewiesen. Diese erzielten mit zusammen 19 Mandaten ein historisches gutes Ergebnis (2022: 10 Sitze).

Einer Zusammenarbeit mit arabischen Vertretern stehen jedoch Vorbehalte innerhalb der Opposition entgegen. Eisenkot knüpft eine Regierungsbildung an strikte Bedingungen. Mögliche Partner müssen demnach ein Bekenntnis zum jüdischen und demokratischen Charakter des Staates Israel unterzeichnen, eine allgemeine Dienstpflicht anerkennen sowie die islamistische Hamas als Terrororganisation einstufen.

© dpa-infocom, dpa:261029-930-909439/3


Von dpa
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