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Veröffentlicht am 06.11.2025 10:34

Alte Sorten, neues Leben: Im Landkreis Ansbach werden Obstbäume gerettet

Pflanzten gemeinsam in Petersaurach eine „Feuchtwanger Winterbirne“ (von links): Eva Schmid vom Landschaftspflegeverband, Landrat Jürgen Ludwig, Bürgermeister Herbert Albrecht und Maria Enzner. (Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein)
Pflanzten gemeinsam in Petersaurach eine „Feuchtwanger Winterbirne“ (von links): Eva Schmid vom Landschaftspflegeverband, Landrat Jürgen Ludwig, Bürgermeister Herbert Albrecht und Maria Enzner. (Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein)
Pflanzten gemeinsam in Petersaurach eine „Feuchtwanger Winterbirne“ (von links): Eva Schmid vom Landschaftspflegeverband, Landrat Jürgen Ludwig, Bürgermeister Herbert Albrecht und Maria Enzner. (Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein)

Sommerblutbirne und Prinzessin Marianne, Josef Musch und Kugelapfel: Diese alten Apfel- und Birnensorten waren einst heimisch und sind fast verschwunden. Jetzt werden sie wieder gepflanzt.

Sie sind längst im Landkreis Ansbach heimisch gewesen und gut an die Region angepasst. Aber sie sind in Vergessenheit geraten und so beinahe aus den Streuobstbeständen verschwunden. Der Landkreis Ansbach verhilft in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken nun alten Sorten zu neuem Leben. Von insgesamt 29 Sorten, die regulär nicht mehr erhältlich sind, wurden Reiser gesichert und Bäume gezogen.

Über 500 von ihnen sollen so nach und nach wieder in heimische Erde gepflanzt werden und die biologische Vielfalt in der Natur wieder erhöhen. Finanziert wird das Projekt „Zukunft.Streuobst II“ mit Ersatzgeldern. Das sind Zahlungen, die geleistet werden müssen, wenn zum Beispiel bei Bauprojekten Eingriffe in die Natur vorgenommen werden, die nicht durch konkrete Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden können.

Regionalität und Ursprünglichkeit

Zum Auftakt der Sortenvermehrung hat Landrat Jürgen Ludwig mit Maria Enzner, der Streuobstberaterin am Landratsamt Ansbach, eine „Feuchtwanger Winterbirne“ gepflanzt, und zwar nicht in der Kreuzgangstadt, sondern deutlich weiter östlich, in der Gemeinde Petersaurach. Es handelte sich um den ersten Baum aus dem Projekt. Landrat Dr. Jürgen Ludwig berichtete, dass es im ersten Teil von „Zukunft.Streuobst“ darum gegangen sei, alte Streuobstbestände bei Pflegemaßnahme zu ertüchtigen und mehr Menschen anzuleiten, in der Baumpflege aktiv zu werden. „Mit dem Blick auf alte Sorten ist nun ein wichtiger neuer Schwerpunkt hinzugekommen, der Regionalität und Ursprünglichkeit berücksichtigt, denn die Sorten sind heimisch und bereits an die Region angepasst.“

Wie stellvertretende Geschäftsführerin Eva Schmid berichtete, ist die „Feuchtwanger Winterbirne“ beim Landschaftspflegeverband erhältlich. Bürgermeister Herbert Albrecht freute sich sehr über das Exemplar, das mit vereinten Kräften in die, wie der Rathauschef sie nannte, „Experimentierwiese“ zwischen Petersaurach und dem Ortsteil Langenloh gepflanzt wurde. Hier, so Albrecht, hätten unter anderem bereits Obstbaumschnittaktionen stattgefunden. Nun wird auch der heimische Genpool alter Sorten unter anderem hier gepflegt.

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