Aufruf zum Eintauchen in das Gesamtdenkmal Rothenburg | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 18.02.2025 18:09

Aufruf zum Eintauchen in das Gesamtdenkmal Rothenburg

Hier ist die schneebedeckte Altstadt von oben zu sehen. Am Wochenende beschäftigen sich Führungen unter anderem auch mit „verborgenen Tiefen der Stadt“. Am Samstag, 22. Februar (15 Uhr), geht es in die „Unterwelten der Herrngasse“. (Foto: Thomas Hörber)
Hier ist die schneebedeckte Altstadt von oben zu sehen. Am Wochenende beschäftigen sich Führungen unter anderem auch mit „verborgenen Tiefen der Stadt“. Am Samstag, 22. Februar (15 Uhr), geht es in die „Unterwelten der Herrngasse“. (Foto: Thomas Hörber)
Hier ist die schneebedeckte Altstadt von oben zu sehen. Am Wochenende beschäftigen sich Führungen unter anderem auch mit „verborgenen Tiefen der Stadt“. Am Samstag, 22. Februar (15 Uhr), geht es in die „Unterwelten der Herrngasse“. (Foto: Thomas Hörber)

Eine in einem Gebäude quasi versteckte Mikwe, eine unter den Gassen verborgene Unterwelt oder Gebäude, über die noch so manches Geheimnis enthüllt werden kann – die Gästeführerinnen und Gästeführer werden am kommenden Wochenende anlässlich des Weltgästeführertags ein spannendes Programm gestalten.

Auftakt macht Robert Frank mit dem Abschluss der Rothenburger Diskursreihe. Beginn ist am Freitag, 21. Februar, ab 19 Uhr am Campus. Dabei wird Frank das „facettenreiche Bild der Altstadt durch neue Nuancen klarer erscheinen lassen“, hieß es in einer Mitteilung des Tourismus-Service (RTS).

Gebäude unter der Lupe

Frank werde einige der 700 Einzeldenkmäler genauer unter die Lupe nehmen und dabei auch auf Details, die in den vergangenen Jahren neu entdeckt wurden, eingehen – ganz nach dem Motto des Zitates „Die Stadt als Ganzes ist Denkmal“ des Kunsthistorikers Georg Dehio aus dem Jahr 1908. Im Anschluss an den kostenfreien Vortrag wird Karin Bierstedt die Themen des Weltgästeführertags 2025 vorstellen.

Unter dem Motto „Schatz-Führung“ geht es für die Besuchenden in vier Touren auf eine Reise durch die verborgene Schätze der Stadt. Am Samstag, 22. Februar, 14 Uhr, beginnen die Führungen an der Blasiuskapelle im Burggarten. Die Kapelle war einst ein Teil der Burganlage, die den Staufern gehörte – wurde über die Zeit aber auf unterschiedlichste Art und Weise genutzt. Heute sind in ihren Mauern Wandmalereien und Kriegerdenkmäler zu finden.

Gästepfarrer Dr. Oliver Gußmann wird vor Ort über ihre Nutzung im Laufe der Jahre informieren und die Gäste mit auf eine Reise durch die Zeit nehmen. Im Anschluss – ab 15 Uhr – geht es direkt am Burgtor weiter, hinunter in die verborgenen Tiefen der Stadt: Oliver Schmid in Begleitung von Peter Noack führen die Besuchenden in die „Unterwelten der Herrngasse“ und anderer Keller der Stadt. Festes Schuhwerk ist bei der Besichtigung empfohlen.

Das könnte Sie auch interessieren

Weiter geht es dann am Sonntag, 23. Februar: Ab 13.30 Uhr können die Teilnehmenden in der Judengasse 10 die historische Mikwe, das jüdische Ritualbad, besichtigen – diese befindet sich im Gewölbekeller des Hauses, das frisch saniert wurde. Der Verein Kulturerbe Bayern macht diese der Öffentlichkeit zugänglich.

Ritualbad im Fokus

Karin Bierstedt und Robert Frank werden das Ritualbad vorstellen. Den Abschluss der Touren machen Elke Wedel und Andreas Mendl mit einer Wanderung „durch die Geschichten unserer Umgebung und unserer ruhmreichen Stadt“. Diese startet gegen 15 Uhr am Burgtor – von dort aus geht es in den Burggarten, mit Blick auf das Taubertal. Auch dort gibt es Schätze zu sehen, die die beiden Gästeführer den Besuchenden näherbringen werden. Die Führungen sind kostenfrei. Wer möchte, kann für den guten Zweck eine Spende dalassen.


Von Irmeli Pohl
north