Trotz eines dicken Torwartfehlers ist der SC Freiburg souverän in die Ligaphase der Conference League eingezogen. Der Fußball-Bundesligist setzte sich im Playoff-Rückspiel gegen den FC Motherwell hochverdient mit 4:1 (1:1) durch. Das Hinspiel vor einer Woche hatten die Badener mit 3:1 gewonnen.
Der überragende Derry Scherhant sorgte mit seinem Führungstor in der sechsten Minute für einen perfekten Start aus Sicht des SC. Beim Ausgleich der Schotten durch Emmanuel Longelo (22.) sah Mio Backhaus, seit diesem Sommer die neue Nummer eins in Freiburg, vor 31.000 Zuschauern alles andere als gut aus.
Nachdem Motherwells Jake Girdwood-Reich für eine Notbremse die Rote Karte gesehen hatte (57.), trafen Igor Matanovic (60.) und Cyriaque Irié (63.) noch zum Sieg der Gastgeber. Scherhant bereitete beide Tore vor. Den Schlusspunkt für den Europa-League-Finalisten der Vorsaison setzte Keisuke Goto (85.).
Für die Freiburger war es der dritte Sieg im dritten Pflichtspiel dieser noch jungen Saison. Am vergangenen Wochenende hatten sie im DFB-Pokal mit 5:1 bei Drittligist Fortuna Düsseldorf gewonnen. Die Frühform stimmt also vor dem Liga-Auftakt gegen den SV Werder Bremen am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN).
Vor dem Duell mit den Hanseaten blicken die Breisgauer diesen Freitag aber noch auf die Auslosung der Europapokal-Ligaphase, die am 15. Oktober startet.
Das Team von Trainer Julian Schuster übernahm vom Anpfiff weg das Kommando. Maximilian Eggestein bediente Scherhant mit einem schönen Steilpass - und der 23-Jährige vollstreckte eiskalt ins rechte Eck. Scherhant war auch in der Folge einer der Aktivposten der Freiburger, die deutlich mehr vom Spiel hatten, sich aber auch die eine oder andere Ungenauigkeit leisteten.
So führte auch ein grober Patzer zum Ausgleich. Ein eigentlich harmloser Flachschuss von Longelo rutschte Backhaus durch die Finger und letztlich über die Linie. Ein bitterer Moment für den 12-Millionen-Euro-Einkauf aus Bremen, der von den Fans mit Sprechchören aber direkt wieder aufgemuntert wurde.
Der emsige Yuito Suzuki und der ebenfalls auffällige Irié hätten den SC schon vor der Pause wieder in Führung bringen können. Ein Schuss des 21-jährigen Irié in der Nachspielzeit der ersten Hälfte knallte aber an den Querbalken.
Auch im zweiten Durchgang waren die Freiburger überlegen - erst recht nach dem Platzverweis gegen Girdwood-Reich. Der Verteidiger holte Scherhant von den Beinen und sah Rot. Danach war nichts mehr zu holen für die Schotten.
Matanovic köpfte nach einer Ecke von Scherhant zum 2:1 ein, kurz später tat es ihm Irié gleich und erhöhte auf 3:1. Lucas Höler und Matthias Ginter hatten Pech mit weiteren Aluminium-Treffern. Phasenweise flog den Gästen der Ball nun regelrecht um die Ohren. Kurz vor dem Ende stellte Joker Goto noch auf 4:1.
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