VfB als Meisterkandidat? Hoeneß mahnt: „Nah am Limit“ | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 27.08.2026 12:50

VfB als Meisterkandidat? Hoeneß mahnt: „Nah am Limit“

Wird mit dem VfB Stuttgart für diese Bundesliga-Saison hoch gehandelt: VfB-Trainer Sebastian Hoeneß. (Archivbild) (Foto: Tom Weller/dpa)
Wird mit dem VfB Stuttgart für diese Bundesliga-Saison hoch gehandelt: VfB-Trainer Sebastian Hoeneß. (Archivbild) (Foto: Tom Weller/dpa)
Wird mit dem VfB Stuttgart für diese Bundesliga-Saison hoch gehandelt: VfB-Trainer Sebastian Hoeneß. (Archivbild) (Foto: Tom Weller/dpa)

Paderborns Trainer Ralf Kettemann tippt auf den VfB Stuttgart als Meister. Dietmar Hamann sieht die Schwaben als einer der möglichen Titelkandidaten, falls der FC Bayern schwächelt. Und Lothar Matthäus setzt darauf, dass der VfB in dieser Fußball-Bundesliga-Saison Dritter wird. Sind diese Prognosen für VfB-Trainer Sebastian Hoeneß eine Last? Eine Belohnung für die Arbeit? Oder ein Ansporn? 

„Ich glaube, wir bewegen uns schon relativ nah am Limit, da wo wir uns jetzt bewegen“, kommentierte der 44-Jährige vor dem Start in die Bundesliga am Freitag beim FC Bayern München (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky). „Das heißt nicht, dass wir komplett am Limit sind. Aber wir sind nicht mehr weit weg und man muss schon immer mal wieder die Kirche im Dorf lassen.“

Wehrle: „Lade Kettemann gerne zum Maultaschenessen ein“

Vor gut drei Jahren hatte der Sohn von Dieter Hoeneß die Stuttgarter als Tabellenletzter übernommen und vor dem Absturz in die 2. Bundesliga gerettet. Seitdem hat sich der VfB rasante, erfolgreich entwickelt. Hoeneß führte die Schwaben 2024 zur überraschenden Vizemeisterschaft, 2025 zum DFB-Pokal-Sieg, in diesem Jahr erneut ins Pokal-Finale und zum zweiten Mal in seiner Amtszeit in die Champions League. Die vergangene Saison endete mit Platz vier.

Anders als die meisten seiner Trainer-Kollegen gab Paderborns Coach Ralf Kettemann vor dem Start in die neue Spielzeit in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur den VfB Stuttgart als Meister-Tipp ab. „Ich lade Ralf Kettemann gerne bei Gelegenheit zum Maultaschenessen ein“, entgegnete VfB-Vorstandschef Alexander Wehrle darauf angesprochen dem „Münchner Merkur/tz“. „Aber unsere Messlatte ist sicher nicht die Meisterschaft“, stellte Wehrle klar. Ziel sei es, in jedem Wettbewerb „so erfolgreich wie möglich“ zu sein.

Hoeneß: Natürlich ist der VfB ambitioniert

„Es gibt einfach am Ende dann doch noch einige Clubs, die ganz andere Möglichkeiten haben als wir“, mahnte Hoeneß. Er betonte aber auch: „Wir sind ambitioniert und natürlich haben die letzten Jahre dafür gesorgt, dass es uns sehr viel Spaß macht, da zu sein, wo wir sind.“

Zum wiederholten Male warnte Hoeneß zudem vor der Belastung und den Gefahren in einer Saison mit der sportlich immens reizvollen und finanziell äußerst lukrativen Champions-League-Teilnahme. Es gebe genügend warnende Beispiele, dass die Bundesliga-Saison in einem solchen Fall enttäuschend verlaufen könne. Eintracht Frankfurt beeindruckte etwa 2025/26 als Bundesliga-Dritter, preschte in die Champions League vor - und wurde nun in der abgeschlossenen Spielzeit Achter.

 

Königsklassen-Saison endete mit Bundesliga-Platz 9

Als Vizemeister hatte sich der VfB für die Saison 2024/2025 für die Königsklasse qualifiziert und hatte mit der Dreifachbelastung zu kämpfen. International war für die Schwaben nach der Ligaphase Ende Januar Schluss.

Ihre gute Ausgangsposition im Kampf um die internationalen Plätze in der Fußball-Bundesliga verspielten die Stuttgarter erst danach, dümpelten im Frühjahr im Tabellen-Mittelfeld herum und beendeten die Saison als Neunter. 

Über die Liga hätten sie so den erneuten Sprung in den internationalen Wettbewerb verpasst. Einen krönenden Abschluss nahm die Spielzeit dann aber doch noch mit dem DFB-Pokalsieg, der Final-Erfolg gegen Außenseiter Arminia Bielefeld brachte die Europa-League-Qualifikation.

Wie stark der VfB Stuttgart in dieser Saison tatsächlich sein könnte, dafür könnte der Südgipfel am Freitag beim FC Bayern zum Auftakt ein erster kleiner Fingerzeig sein.

© dpa-infocom, dpa:260827-930-590257/1


Von dpa
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