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Veröffentlicht am 25.06.2024 09:00

Berufsschüler entwickeln eigene KI-Projekte mit Hochschule Ansbach

Die Berufsschule Ansbach hat in Zusammenarbeit mit der Hochschule Ansbach ein zweiwöchiges Praktikum organisiert, um Schülern praktische Erfahrungen im Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) zu ermöglichen. Dieses Projekt zielte darauf ab, den Schülern das Hochschulumfeld näherzubringen und ihre Fähigkeiten im Bereich Informatik und KI zu stärken.

Auf einem großen Bildschirm rattern Zahlen, Buchstaben und verschiedene Sonderzeichen hoch und runter. Die Schülerinnen und Schüler des elften Berufsschuljahrgangs schauen konzentriert auf die Präsentationen und lassen sich die Arbeitsschritte genau erklären. Vorgestellt werden die Ergebnisse aus zwei Wochen Praktikum.

Die jungen Leute sind alle in der Ausbildung als technische Assistentinnen und Assistenten für Informatik. Gemeinsam mit dem KI-Bereich der Hochschule Ansbach namens AN-Kit haben die Schüler aus der Berufsschule Ansbach ein zweiwöchiges Praktikum im Retti-Campus absolviert.

Von Blackjack bis Chat-Bot und Roboter

In Gruppenarbeit konnten sich die Schüler verschiedene Themen aussuchen und umsetzen. Eine der Gruppen beschäftigte sich mit der Entwicklung eines vielseitigen Tools. Ihr Projekt beinhaltete verschiedene Sprachlevel, ein integriertes Blackjack-Spiel und die Arbeit mit ChatGPT. Zusätzlich wurde ein Sprachtrainer mit zusätzlichen Funktionen entwickelt, um das Sprachenlernen zu unterstützen.

Eine andere Gruppe arbeitete an der Entwicklung einer Chatbot-Plattform mit einer Login-Seite, auf der Benutzer Konten erstellen können. Die Plattform speichert bereits vorhandene Chats und angelegte Konten in einer Datenbank. Benutzer können so speziellere Fragen durch verschiedene Einstellungen in den Bereichen Programmieren, Mathematik und Übersetzung stellen.

„Programmieren mit KI wird Zukunft sein”

Ein anderes Team probierte sich am Thema der Robotik. Hier arbeitete man mit dem „Lego Spike Roboter“, den sie mithilfe von KI steuerten. Sie versuchten, Distanzen mit einer Bild-KI zu ermitteln, stießen jedoch auf so manche Probleme. Die Aufgabe: Fotos von der Strecke machen, diese in einen Code einfügen und die Beschreibungen der Bilder durch KI in ein weiteres Programm einfügen. Durch die Informationen steuert der Roboter sein Ziel an.

Das Praktikum fand im Rahmen der zweijährigen schulischen Berufsausbildung statt, welche praktische Inhalte im Lehrplan vorschreibt. Johannes Scholl, Projektmanager bei AN-Kit, und Clemens Frank, Programmierlehrkraft an der Berufsschule, organisierten die Kooperation. Scholl betonte: „Programmieren mit Hilfe der KI wird auch die Zukunft sein.“ Er fand es spannend zu sehen, wie die Teams zusammenarbeiteten und wie sie durch die Unterstützung der künstlichen Intelligenz Fortschritte machten.

Clemens Frank lobte seine Schüler dafür, dass sie eigenständig lernten, wie man verschiedene Modelle zusammenbaut. In der abschließenden Feedback-Runde berichteten die Schüler selbst, dass sie gelernt haben, Fehler zu lösen und ihre Teamwork-Fähigkeiten zu stärken. Auf dem großen Feedbackboard war als Fazit ein klassisches „Bassd scho!“ zu lesen.

Bislang die erste Kooperation

Schulleiter Jürgen Schmitt betonte, dass es für die Schüler ein völlig neues Erlebnis war, in der Hochschule zu experimentieren: „Wir sind ganz nah an der aktuellen Entwicklung dran und wollen das von beiden Seiten auf jeden Fall weiterführen.“ Die erste Kooperation dieser Art war ein Erfolg und wird wahrscheinlich im nächsten Jahr fortgesetzt, um Schülern weiterhin Einblicke in die Welt der Künstlichen Intelligenz zu geben.

Die Schüler (von links) Natalie Cernokov, Robert Rieber, Raffael Esterle und Kirill Linger stellten ihren KI gesteuerten Roboter vor, welcher sich mit Hilfe von Fotos fortbewegen kann. (Foto: Tizian Gerbing)
Die Schüler (von links) Natalie Cernokov, Robert Rieber, Raffael Esterle und Kirill Linger stellten ihren KI gesteuerten Roboter vor, welcher sich mit Hilfe von Fotos fortbewegen kann. (Foto: Tizian Gerbing)
Die Schüler (von links) Natalie Cernokov, Robert Rieber, Raffael Esterle und Kirill Linger stellten ihren KI gesteuerten Roboter vor, welcher sich mit Hilfe von Fotos fortbewegen kann. (Foto: Tizian Gerbing)
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