Landwirte und Teichbesitzer vereint: In einer Unterschriftenliste fordern über 200 Grundbesitzer aus dem Bereich der Gemeinde Dietenhofen, dass die Bestände an Bibern deutlich reduziert werden. Ihr Anliegen trugen sie direkt an Markus Söder heran.
Bei der Eröffnung der Karpfensaison in Bechhofen überreichten sie ihren schriftlichen Appell an den bayerischen Ministerpräsidenten. Darin wird ein rigoroses Durchgreifen gegen die Nager gefordert, die in übergroßer Zahl vorhanden seien. Das Anliegen, das auf Initiative von Konrad Hauenstein aus Warzfelden formuliert wurde, richtet sich gegen eine immer weitere Ausbreitung der geschützten Tiere.
Mangels natürlicher Feinde und aufgrund des Schutz-Status hätten sich die Biber immer weiterverbreitet, auch an kleinsten Nebengewässern. In dem Papier, das der Ministerpräsident im Beisein von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber erhielt, wird beklagt, dass die Angrenzer und Anlieger von Gewässern mit den Schäden und Folgen oft alleingelassen würden. Mögliche Schadensabwicklungen über Biberberater werden als bürokratisch, langwierig und meist nicht zielführend bezeichnet.
Ministerpräsident Markus Söder und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber gingen bei der Veranstaltung vorrangig auf die Fischotter ein, die von der Oberpfalz kommend die Teichwirtschaft bedrohen. Sie forderten auch bei Bibern und Fischottern, wie beim Kormoran geschehen, eine richtige Balance in der Natur.
Unterstützung für eine Reduzierung der Biber und ein flexibleres Vorgehen gegen die Überpopulation forderten auch der stellvertretende Landrat Hans Henninger aus Flachslanden und Bechhofens Bürgermeister Helmut Schnotz. Laut Angaben von Schnotz gibt es in seinem Gemeindegebiet über 100 Biber.