Bürgermeisterwahl in Wilhermsdorf: Fierus und Zipfel sind noch im Rennen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 09.03.2026 00:11

Bürgermeisterwahl in Wilhermsdorf: Fierus und Zipfel sind noch im Rennen

CSU-Kandidatin Patrizia Fierus will in die Fußstapfen von Uwe Emmert treten. (Foto: CSU Wilhermsdorf)
CSU-Kandidatin Patrizia Fierus will in die Fußstapfen von Uwe Emmert treten. (Foto: CSU Wilhermsdorf)
CSU-Kandidatin Patrizia Fierus will in die Fußstapfen von Uwe Emmert treten. (Foto: CSU Wilhermsdorf)

Es war von vielen erwartet worden: Bei der Wahl um die Nachfolge für den Wilhermsdorfer Bürgermeister Uwe Emmert kommt es in zwei Wochen zur Stichwahl. In der ersten Runde setzten sich mit Patrizia Fierus (CSU, 36,8 Prozent) und Alexandra Zipfel (Freie Wähler, 32,6 Prozent) zwei der angetretenen drei Frauen durch.

Keine von ihnen erreichte allerdings die absolute Mehrheit. Die dritte Frau im Bewerberkreis, Magdalena Mitländer (SPD), kam auf 24,7 Prozent. Keine Chance hatte Frieder Kleefeld (Grüne): Er bekam 5,9 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,6 Prozent.

60 Prozent nutzten Briefwahl

60 Prozent der Wählerinnen und Wähler nutzten dabei die Briefwahl. Bemerkenswert: Dass die CSU-Kandidatin von den Briefwählerinnen und -wählern stärker angekreuzt wurde als in den Wahlkabinen. Ihre beiden Mitbewerberinnen bekamen anteilig mehr Stimmen von den Live-Wählenden. Der Grüne lag bei beiden Möglichkeiten auf demselben Niveau.

In ersten Stellungnahmen äußerten sich die beiden Bewerberinnen, die sich für die Stichwahl qualifiziert haben, dankbar für die Stimmanteile. Gegenüber unserer Redaktion erklärte die CSU-Kandidatin Patrizia Fierus: „Es ist für mich eine Freude, dass mir so viele das Vertrauen geschenkt haben. Jetzt werde ich zwei Wochen Vollgas geben, um noch die zu überzeugen, die sich noch nicht für mich entschieden haben. Ich möchte eine Bürgermeisterin für alle Wilhermsdorfer:innen sein.“

Dank für das Ergebnis

Alexandra Zipfel (FW), die Zweitplatzierte, kommentierte das Ergebnis so: „Ich danke den Wilhermsdorfer:innen für dieses grandiose Ergebnis. Ich gehe damit hochmotiviert in die kommenden, sicher anstrengenden zwei Wochen. Wegen der hohen Stimmenzahlen sind alle hier bei den Freien Wählern davon überzeugt, dass ich die richtige Bürgermeisterin für Wilhermsdorf bin.“

Egal, wer von den beiden Kandidatinnen die Stichwahl gewinnt: Sie wird sich auf keine eigene Fraktion mit absoluter Mehrheit stützen können. Anders als der bisherige CSU-Amtsinhaber Uwe Emmert, der schon vor längerer Zeit bekanntgegeben hatte, auf eine weitere Kandidatur zu verzichten.

Herbe Verluste für die CSU

Dessen CSU hat im aktuellen Gemeinderat mit zwölf Sitzen die eigene Entscheidungshoheit inne. Doch nach den letzten Trends wird die CSU herbe Verluste von weit über 15 Prozentpunkten hinnehmen müssen.

Dagegen legen die Freien Wähler voraussichtlich über zehn Prozent zu, und auch für die SPD-Ratskandidierenden gab es knapp zehn Prozent mehr Kreuze auf den Stimmzetteln. Die Grünen müssen in dem Ratsgremium ebenfalls mit weniger Stimmen leben.

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