Spannende Rennen, hochklassige Leistungen und eine stimmungsvolle Kulisse im vom Flutlicht erhellten Lindenhain-Stadion: das Track-Festival, organisiert von der Erlanger Trainingsgruppe Running Gags um den Colmberger Florian Bremm, war ein voller Erfolg.
Drei Starter von der Leichtathletik-Weltmeisterschaft waren vor Ort, jedoch lediglich zwei sportlich aktiv: der Finalist über 3000 Meter, Hindernis, Niklas Buchholz (Running Gags), sowie die 10000-Meter-Starterin Eva Dieterich (LAV Stadtwerke Tübingen). Florian Bremm musste aufgrund einer Verletzung auf einen Start beim Heimrennen verzichten, schickte aber mehrmals das Läuferfeld auf die Reise.
Bei den Eliterennen schied nach jeder 400-Meter-Runde der letzte aus. Im ersten Halbfinale hatte Felix Hentschel (Auslaufen Run Club) als erster das Nachsehen, dann schied Fritz Biniok (Running Gags) aus. Um weiteren riskanten Spurts aus dem Wege zu gehen, suchte der favorisierte Jens Mergenthaler (LG farbtex Nordschwarzwald) die Flucht nach vorne und zog gemeinsam mit Maximilian Berger (Running Gags) und Tobias Tent (GS Stadtwerke München) ins Finale ein.
Im zweiten Halbfinale hatte Lokalmatador Simon Bauer (TV Leutershausen) im Spurt das Nachsehen. Ihm folgte Johannes Weizinger (LG Telis Finanz Regensburg) und auch für den Scheinfelder Theodor Schell (Running Gags) kam das Aus. Buchholz, Jan Philipp Kisker (LAV Stadtwerke Tübingen) und Jakob Dieterich (Running Gags) zogen ungefährdet ins Finale ein.
Das bildete den stimmungsvollen Abschluss des Abends. In den ersten drei Runden lag das Feld beisammen und nacheinander schieden Dieterich, Buchholz und Kisker aus. Mergenthaler verschärfte das Tempo und Berger fiel zurück. Der klar führende Mergenthaler jubelte im Ziel und trudelte aus - eine Runde zu früh, wie er dann registrierte. Der junge Tent, vor Jahresfrist deutscher U20-Meister und zwölf Meter zurückliegend, schloss auf. Im Endspurt setzte sich der 20-jährige Tent gegen den acht Jahre älteren Mergenthaler durch.
Bei den Damen gab es keine Halbfinals und mit Christiane Hecht (TSV Ansbach) war eine Lokalmatadorin im illustren Feld vertreten. Als Favoritin wurde Dieterich gehandelt. Hecht hielt sich zunächst im vorderen Teil des kompakten Feldes. Dietrich ging auf Nummer sicher und setzte sich ab. Hecht rettete sich in einer Millimeterentscheidung in die dritte Runde, schien zurückzufallen, mobilisierte noch einmal ihre letzten Kräfte und warf im Spurt Laura Schiffner (Running Gags) aus dem Rennen. Nun waren ihre Körner endgültig verbraucht und sie trabte einem nicht erwarteten vierten Platz entgegen.
In der vorletzten Runde versuchte Nicola Gollner (LG farbtex Nordschwarzwald) noch einmal zur führenden Dieterich aufzuschließen, was nicht gelang, während Corinna Braun (TSV Penzberg) ausschied und Rang drei belegte.
Die Teamstaffel war der für die Allgemeinheit gedachte Wettkampf. Für 19 Mannschaften von zwei bis sechs Mitgliedern galt es, innerhalb von 30 Minuten möglichst viele Runden auf dem 400-Meter-Oval zu absolvieren. Die meisten Teams entschieden sich nach jeder Runde zu einem Stabwechsel. Sieger wurde die junge Truppe Tempojäger aus Baden-Württemberg, die 27 Runden (10,8 Kilometer) absolvierte. Die roten Flitzer, ein Team mit Mitgliedern des TV Leutershausen und des TSV Ansbach, lag anfangs in Führung und sicherte sich nach 26 Runden Rang zwei und bei den Erwachsenen den Tagessieg. Ebenfalls 26 Runden, jedoch einige Restmeter weniger, absolvierte die „Leichti-Jugend U16” des TVLO, was in der Gesamtwertung Rang drei und in der Jugendklasse den zweiten Platz bedeutete.
Staffelergebnisse (Gesamteinlauf): 1. Tempojäger (Yannis Wagner, Nico Eberle, Hagen Fuckel, Elias Pölzing, Levi Schäfer) 27 Runden, 2. Die roten Flitzer (Simon Bauer, Leon Albrecht, Jonas Ammon , Ben Vetter, Valentin Herrmann) 26, 3. Leichti-Jugend U16 (Simon Ebeling, Max Kraheberger, Jan Vetter, Christian Binder, Bastian Lang) 26, 4. Die Gewinner (Julius Hild, Micha Jetter, Paul-Pascal Schaub) 25, 5. Flotte Socken (Lorenz Schmidt, Marlene Schmidt, Katharina Schmidt, Michael Schmidt, Jonas Hupp, Jakob Lauerer) 25.