Die Alte Bahnhofstraße in Neustadt ist frisch saniert | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 29.11.2024 17:00

Die Alte Bahnhofstraße in Neustadt ist frisch saniert

Mit Bürgermeister Klaus Meier (Dritter von rechts) und seiner Stellvertreterin Heike Gareis (im roten Mantel) sowie Bauamtsleiter Gerald Schorr (ganz links) und weiteren Mitwirkenden an Planung und Bau wurde die Alte Bahnhofstraße mit symbolischer Banddurchtrennung offiziell für den Verkehr freigegeben. (Foto: Patrick Lauer)
Mit Bürgermeister Klaus Meier (Dritter von rechts) und seiner Stellvertreterin Heike Gareis (im roten Mantel) sowie Bauamtsleiter Gerald Schorr (ganz links) und weiteren Mitwirkenden an Planung und Bau wurde die Alte Bahnhofstraße mit symbolischer Banddurchtrennung offiziell für den Verkehr freigegeben. (Foto: Patrick Lauer)
Mit Bürgermeister Klaus Meier (Dritter von rechts) und seiner Stellvertreterin Heike Gareis (im roten Mantel) sowie Bauamtsleiter Gerald Schorr (ganz links) und weiteren Mitwirkenden an Planung und Bau wurde die Alte Bahnhofstraße mit symbolischer Banddurchtrennung offiziell für den Verkehr freigegeben. (Foto: Patrick Lauer)

„Das war mal die schlechteste Straße in ganz Neustadt. Ich bin da früher mit dem Roller durchgefahren – da musste man froh sein, wenn man keinen Rückenschaden davon getragen hat.“ Der das sagte, war Neustadts Bürgermeister Klaus Meier, der am späten Donnerstagnachmittag die generalsanierte Alte Bahnhofstraße offiziell wieder für den Verkehr freigab.

Inoffiziell war das schon geschehen – bereits seit einigen Tagen rollen wieder Autos durch die Straße. Aber „wir wollten das nicht so sang- und klanglos machen“, so Klaus Meier, denn man sei doch sehr zufrieden, wie gut sich die Straße mittlerweile präsentiert.

So gab es zwar weder Sekt noch Häppchen, aber immerhin eine große Portion bürgermeisterliche Zufriedenheit, als Meier an die lange Historie dieser Sanierung erinnerte. Schon 2009 habe man die Anwohner auf die bevorstehenden Arbeiten eingestimmt, und sogar schon eine Bürgerversammlung anberaumt. Doch bei dieser sei die Sprache auch auf die damals noch geltende Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) gekommen, und wie viel die eher wenigen Anwohner womöglich zu berappen gehabt hätten. Meier erinnerte sich: „Da war die Straße dann plötzlich gar nicht mehr so schlecht.“

Angesichts der doch recht immensen Beträge aber hat Meier durchaus Verständnis für die damalige Haltung. Er hätte es sogar als „große Ungerechtigkeit“ empfunden, wenn man die Anwohner damals zur Kasse gebeten hätte, denn die Straße diene der Erschließung – unter anderem des Hampfergrundwegs und der Stadthöhe. „Und die, die dort wohnen und hier täglich durchfahren, hätten nichts bezahlen müssen. Nur die Anwohner.“

Ende der Strabs war der Anfang des Baus

So dauerte es also noch einige Jahre und bis zum Wegfall der Strabs, ehe man tätig werden konnte. Eine weitere Verzögerung habe man dann hinnehmen müssen, als es um die Breitbandverlegung ging, denn „man hätte es kaum jemandem vermitteln können, dass wir die Straße sanieren und dann gleich wieder aufreißen, um die Kabel zu verlegen“.

Das könnte Sie auch interessieren
„Mammutaufgabe” in Rothenburg: Millionenprojekt in der Altstadt ist abgeschlossenUnfall auf der A6 bei Schnelldorf: Auto fängt Feuer – 20.000 Euro SchadenAbschluss der Renovierung: Bischof besucht St. Peter und Paul in HalsbachLetzte Amtshandlungen und Verabschiedungen im Stadtrat SchillingsfürstÄlteste Pfarrkirche am Hesselberg: St. Peter und Paul in Halsbach erstrahlt wiederSeuffert-Orgel: Markt Bibarts alter Schatz soll endlich wieder erklingenScheinfeld bekommt seinen Marktplatz-Brunnen – in einer umkämpften VarianteUmstrittene Pflasterarbeiten: Neustadts Einkaufsmeile ist jetzt GroßbaustelleDie Kirche St. Mauritius in Jochsberg erhält ihre restaurierte Bekrönung wiederZukunft für Landjugend: Gerolfingen plant Sanierung des LagerhausesEinschränkungen in Uffenheim: Die Schulstraße wird zur Einbahnstraße auf ZeitSanierung des Bosseckherweges in Leutershausen soll nicht teurer werdenUngebremst aufgefahren: Autos stoßen auf A6 bei Schnelldorf zusammenDrei Baustellen an einem Ort: Straße zwischen Herrieden und Rauenzell gesperrtLkw landet auf der B25 bei Feuchtwangen im Straßengraben

Doch jetzt ist es geschafft und Meier betonte, dass es sich letztlich um eine nicht ganz kleine Maßnahme gehandelt habe. 3800 Kubikmeter Erdarbeiten habe man bewältigt, 1800 Quadratmeter asphaltiert und weitere 1500 Quadratmeter gepflastert sowie 850 Meter Rinnen aus Granitgroßpflaster verlegt und 600 Meter Granitbordstein. Gekostet hat das rund 1,23 Millionen Euro, wobei die Förderung aus zwei Zuschusstöpfen von Land und Bund sich auf erfreuliche 604.000 Euro summierte.

Schlussendlich habe man eine Bauzeit von einem runden Jahr erlebt – im Oktober 2023 habe man begonnen und die Anwohner hätten die Einschränkungen klaglos erduldet.

Weiter soll es dann bereits im kommenden Jahr gehen. Wie Bernd Trapp von der städtischen Tiefbauabteilung erklärte, werde man den westlichen Ast ab dem aufgehübschten Malplatz sowie das Straßenstück bis zur Unterführung in 2025 aufplanen und hoffentlich dann 2026 verwirklichen. Doch selbst wenn es nicht ganz so schnell gehen sollte – weitere 15 Jahre wird niemand mehr warten müssen.


Patrick Lauer
Patrick Lauer
Redakteur
north