Dietenhofen: Wie können die Märkte mehr Publikum locken? | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 18.12.2023 16:07

Dietenhofen: Wie können die Märkte mehr Publikum locken?

Die Anziehungskraft der Märkte hat nachgelassen (hier der Herbstmarkt 2022). Deswegen sollen der Frühjahrs- und der Herbstmarkt künftig nur noch an Samstagen stattfinden. (Foto: Yvonne Neckermann)
Die Anziehungskraft der Märkte hat nachgelassen (hier der Herbstmarkt 2022). Deswegen sollen der Frühjahrs- und der Herbstmarkt künftig nur noch an Samstagen stattfinden. (Foto: Yvonne Neckermann)
Die Anziehungskraft der Märkte hat nachgelassen (hier der Herbstmarkt 2022). Deswegen sollen der Frühjahrs- und der Herbstmarkt künftig nur noch an Samstagen stattfinden. (Foto: Yvonne Neckermann)

Nicht erst seit Corona sind die Märkte ein Sorgenkind, denn das Besucherinteresse und auch die Zahl der Fieranten sind rückläufig. Um gegenzusteuern, hat sich der Marktgemeinderat nun darauf verständigt, den Frühjahrs- und Herbstmarkt von seinem fixen Datum zu lösen.

Statt wie in den vergangenen 450 Jahren üblich, sollen die Veranstaltungen künftig nicht mehr am 17. März und am 9. September stattfinden, sondern immer am darauffolgenden Samstag. Davon unberührt bleibt der Kirchweihmarkt, der weiterhin am zweiten Sonntag im Juni beginnen wird.

„Im September dieses Jahres fiel der Herbstmarkt einmal wieder auf einen Samstag, und wir haben eine gestiegene Resonanz registriert“, erläuterte Bürgermeister Rainer Erdel. Das sei nicht überraschend, denn schließlich hätten am Wochenende auch die Berufstätigen Gelegenheit zum Marktbesuch. Dies sei auch den Fieranten bekannt. „Außerdem ist es außerhalb der Arbeitswoche leichter, ein attraktives Parallelprogramm auf die Beine zu stellen, wie das Festival für Kids, das bei seiner Premiere gleich äußerst erfolgreich war.“ Denn schließlich werde nicht nur der Veranstaltungsort des Familienevents – der Kindergarten Kunterbunt am Rathaus – montags bis freitags als Kindertageseinrichtung benötigt. Auch die große Anzahl an freiwilligen Helferinnen und Helfern, die das Fest erst möglich machten, hätten nur am Wochenende Zeit.

„Diese Veränderung wird sicherlich nicht dazu beitragen, die Märkte wieder so attraktiv zu machen wie vor der Jahrtausendwende“, meinte Erdel zwar. Denn früher hätten schließlich noch alle Handwerksbetriebe ihren Mitarbeitenden an den Markttagen frei gegeben. Die Anziehungskraft der Veranstaltung sei eine ganz andere gewesen. „Aber der neue Termin bietet eine Chance, unsere Tradition zumindest in den nächsten Jahren aufrecht zu erhalten.“

Eigentlich hatte die Verwaltung den Sonntag als Markttag favorisiert. Es wurde jedoch befürchtet, dass der Herbstmarkt den Gastronomie-Betrieben an den traditionell am selben Wochenende stattfindenden Ortsteil-Kirchweihen vor allem am umsatzstarken Sonntag zu große Konkurrenz machen würde. Daher sollte der Herbstmarkt am Samstag und nur der Frühjahrsmarkt am für Veranstaltungen attraktiveren Sonntag abgehalten werden. Dafür fand sich im Marktgemeinderat allerdings keine Mehrheit, da man überwiegend der Meinung war, dass dies nur Verwirrung stiften würde. Stattdessen wurde die Verwaltung einstimmig beauftragt, zur nächsten Sitzung den Beschluss vorzubereiten, die Märkte jeweils am Samstag nach dem traditionellen Datum durchzuführen. Bleibt der Marktgemeinderat bei seiner Haltung – und davon wird ausgegangen ,– fällt der Frühjahrsmarkt im kommenden Jahr auf Samstag, 23. März, der Herbstmarkt auf Samstag, 14. September.

Auf Anregung der dritten Bürgermeisterin Emmi Hein soll der Erscheinungstermin des Veranstaltungskalenders für das Jahr 2024 noch einmal verschoben werden, um die neuen Daten aufzunehmen.


Von Yvonne Neckermann
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