Deutscher Rekord und Süd-Meister ohne Niederlage. Viel besser hätte die Saison in der Luftgewehr-Bundesliga für den Bund München nicht laufen können. Am Erfolg beteiligt war in hohem Maß das Ehepaar Bühlmeyer aus Frankenhofen, das beim Finale um die Deutsche Meisterschaft auf weitere Sportler aus der Region trifft.
1995 Ringe. Das bedeutet, dass von 200 Schuss einer Mannschaft nur fünf nicht in der absoluten Scheibenmitte gelandet sind und dass die fünf Teammitglieder einen überragenden Schnitt von 399 Ringen erzielt haben. Das gelang der Münchner Truppe zum Saisonabschluss in der Bundesliga Süd gleich zweimal. Mit optimalen 22:0 Punkten hat sich der Süd-Meister damit in die Favoritenrolle für das Finalturnier am 7. und 8. Februar in Fulda geschossen.
„Wir haben als Mannschaft eine riesige Leistung gezeigt. Das Team hat verstanden, welche großen Ergebnisse für jeden Einzelnen, aber auch in dieser besonderen Konstellation als Mannschaft möglich sind. Jetzt wissen wir, wozu wir fähig sind – und wer diese Hürde einmal überwindet, für den gibt es eigentlich keine Hürde mehr“, sagte Daniel Bühlmeyer nach dem famosen Auftritt der Münchner, die in beiden Wettkämpfen 1995 Ringe erzielten und damit den deutschen Rekord um einen Ring steigerten.
„Mit dem neuen deutschen Rekord haben wir ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Besonders stolz macht mich, dass wir diesen Rekord nicht nur einmal aufgestellt, sondern im zweiten Wettkampf direkt bestätigt haben. Das zeigt, dass es kein Zufall war, sondern das Ergebnis harter Arbeit und absoluter Überzeugung“, so Bühlmeyer.
Die Kadersportler Hanna und Daniel Bühlmeyer kamen in neun von elf Ligawettkämpfen zum Einsatz. Ein Wochenende verpassten sie wegen der Weltmeisterschaft in Kairo. Hanna Bühlmeyer kam auf einen Schnitt von 398,78 Ringen, Daniel Bühlmeyer schaffte exakt 398. Hanna, im mit Spitzenschützen gespickten Kader zeitweise an Position eins gefordert, erreichte damit sieben Siege bei nur zwei Niederlagen, Daniel entschied acht der neun Duelle für sich.
Aus der im vergangenen Jahr aufgelösten Mannschaft des SV Petersaurach hat sich unter anderem die SSG RWS Fürth bedient, die es als Vierter ebenfalls noch in das Finale geschafft hat. Alyssa Ott aus Burgbernheim, im Ligabetrieb zuvor lange für den SV Ickelheim aktiv, kam in acht Wettkämpfen auf einen Schnitt von 396,38 Ringen. Die 19-jährige Kaderschützin bekleidete zeitweise die Position eins im SSG-Team, gewann vier Duelle und verlor vier.
Eine positive Bilanz erreichte der Ansbacher Justus Ott mit seiner Erfahrung aus vielen Ligajahren mit Petersaurach. Der 22-Jährige kam auf 395,13 Ringe im Schnitt und gewann fünf von acht Einzelduellen im Trikot der Fürther.
Eine weitere langjährige Petersauracher Stammkraft verpasste mit ihrem neuen Verein den Finaleinzug. Vanessa Gleißner belegte mit Eichenlaub Saltendorf nur den fünften Tabellenplatz. Die Wilhermsdorferin kam in allen elf Wettkämpfen zum Einsatz und dabei auf einen Schnitt von 397 Ringen. Zwischendurch an Position eins gefordert, erreichte die EM-Bronzemedaillengewinnerin von 2023 eine ausgezeichnete Ausbeute von acht Einzelsiegen bei drei Niederlagen.