Die Milch ist leer? Wer beim Anblick des Kartons direkt an die Papiertonne für die Entsorgung denkt, liegt falsch. Denn ein Getränkekarton besteht längst nicht nur aus der Pappe außen, sondern auch aus einer Beschichtung innen, für die Kunststoff und/oder Aluminium genutzt werden.
Einfach von Hand trennen lassen sich die einzelnen Schichten nicht. Ist das der Fall handelt es sich um eine Verbundverpackung, wie die Initiative „Mülltrennung wirkt“ erklärt.
Und die gehören in den Gelben Sack bzw. in die Gelbe Tonne. Denn: „In Verbundverpackungen wie Getränkekartons stecken wertvolle Rohstoffe, beispielsweise Holz, Erdöl oder Aluminiumerz. Durch ihr Recycling lassen sich fossile und nachwachsende Rohstoffe einsparen“, so Axel Subklew, Sprecher der Initiative.
Dafür müssen sie aber in der richtigen Tonne landen. Wirft man sie fälschlicherweise in den Restmüll, bekommen die Materialien keine Chance auf ein zweites Leben - er wird verbrannt.
Ob Milch, Saft oder Eistee: Getränkekartons sind ein Klassiker unter den Verbundverpackungen. Als weitere Beispiele nennt die Initiative Chipsdosen, Kaffee-Vakuumverpackungen, Coffee-to-go-Becher, Butterfolie oder Nachfüllbeutel, etwa für Seife.
Sie alle sind im Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne richtig aufgehoben. Dafür sollten sie vollständig entleert sein. Ausspülen muss man sie jedoch nicht.
Übrigens: Lassen sich Verpackungen in Einzelteile zerlegen, etwa die Papierbanderole vom Joghurtbecher entfernen, sollte man das tun. Die Teile der Verpackung kann man dann einzeln entsorgen.
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