Müllsünden gefährden den Recycling-Prozess: Aufklärungstruck macht Halt in Ansbach | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 07.06.2026 09:00

Müllsünden gefährden den Recycling-Prozess: Aufklärungstruck macht Halt in Ansbach

Wie gut Recycling funktioniert, entscheidet sich bereits bei der Entsorgung im Haushalt. (Foto: Mülltrennung-wirkt.de)
Wie gut Recycling funktioniert, entscheidet sich bereits bei der Entsorgung im Haushalt. (Foto: Mülltrennung-wirkt.de)
Wie gut Recycling funktioniert, entscheidet sich bereits bei der Entsorgung im Haushalt. (Foto: Mülltrennung-wirkt.de)

Vom 6. bis 21. Juni läuft die Aktion „Deutschland trennt“. Sie ist die bisher größte Partneraktion zur Aufklärung über richtige Mülltrennung in Deutschland. Initiiert und organisiert wird die Aktion von „Mülltrennung wirkt“, einer Initiative der dualen Systeme.

Mit „Deutschland trennt.“ engagieren sich die dualen Systeme gemeinsam mit kommunalen Abfallberatungen, Unternehmen der Abfall- und Entsorgungswirtschaft sowie führenden Handelsunternehmen aus den Bereichen Lebensmittel, Baumarkt, Drogerie und Biohandel für bessere Mülltrennung. Ihr Ziel: höhere Sammelmengen und -qualitäten für mehr Verpackungsrecycling – zum Schutz von Klima und Ressourcen.

Denn Fehlwürfe – also Abfälle, die nicht in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören – können das Recycling erheblich erschweren. Aktuelle Zahlen zeigen: Jede richtig entsorgte Verpackung zählt. Und jeder Fehlwurf kann zum Problem werden.

Essensreste erschweren das Recycling

Zwar trennt die Mehrheit der Menschen in Deutschland ihre Abfälle. Trotzdem gehören noch immer etwa 30 Prozent der in den Gelben Tonnen und Gelben Säcken gesammelten Materialien dort nicht hinein – sie sind sogenannte Fehlwürfe. So zeigt auch eine aktuelle YouGov-Umfrage: 39 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher haben bereits Verpackungen mit Essensresten in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack geworfen; 14 Prozent entsorgten dort schon Papier, Pappe oder Karton und jeweils sieben Prozent warfen Glasverpackungen oder Batterien und Akkus hinein. Mit Lebensmitteln verschmutzte Verpackungen, wie nicht ausgelöffelte Joghurtbecher oder Menüschalen mit Resten, gehören zu den häufigsten Fehlwürfen. Essens- und andere Produktreste können die Verpackungsabfälle verschmutzen, die Sortierung erschweren und das Recycling verhindern.

„Müllsünden wie diese gefährden den Recyclingprozess erheblich“, erklärt Axel Subklew, Sprecher der Initiative „Mülltrennung wirkt“. „Richtige Mülltrennung macht einen großen Unterschied – hier kommt es auf jede und jeden Einzelnen an.“ Zu den Aktionstagen vom 6. bis 21. Juni ruft die Initiative deshalb dazu auf, Abfälle richtig zu trennen – für mehr Recycling, mehr Ressourcen- und mehr Klimaschutz.

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Typische Müllsünden – und wie man sie vermeidet

Joghurtbecher im Restmüll? Nie wieder! Schnell einen Joghurt zum Frühstück – doch wohin mit dem leeren Becher? Kunststoffbecher und Aluminiumdeckel voneinander trennen und in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack werfen. Die Papierbanderole kommt ins Altpapier. Landet der Becher im Restmüll, wird er verbrannt und kann nicht recycelt werden.

Verpackungen, die in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack entsorgt werden, sollten „restentleert“ sein – also frei von Produkt- oder Essensresten. Ausspülen ist nicht nötig, da die Materialien im Recyclingprozess gereinigt werden.

Küchenpapier & Co.: Ab in den Restmüll

Küchenpapier, Papiertaschentücher oder Hygienepapiere gehören weder ins Altpapier noch in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack, sondern in den Restmüll.

Ob Marmeladenglas, Parfumflakon oder Essigflasche – alle Glasverpackungen und pfandfreien Glasflaschen lassen sich beliebig oft recyceln. Vorausgesetzt, sie werden leer und nach den Farben Weiß, Braun und Grün sortiert im Altglascontainer entsorgt. Blaues oder andersfarbiges Glas darf in den Grünglascontainer. Auch Deckel können eingeworfen werden.

Getränkekartons sind kein Papier

Milch- oder Saftkartons bestehen aus mehreren Materialschichten und zählen zu den Verbundverpackungen. Sie gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack – so können sie recycelt werden.

Batterien und Akkus müssen in Sammelboxen im Handel, zum Beispiel im Supermarkt, in Elektrofachgeschäften, Bau- oder Drogeriemärkten oder bei Wertstoffhöfen, abgegeben werden. Geraten Batterien oder Akkus in die Gelbe Tonne, den Gelben Sack oder in den Restmüll, können sie Brände in Abfalltonnen, Entsorgungsfahrzeugen oder Sortieranlagen verursachen.

Für Müllwerkerinnen und -werker wird die Arbeit leichter, wenn Verpackungsabfälle in transparenten Abfallsäcken oder lose in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack entsorgt werden. Bemerken sie bei der Abholung falsch eingeworfene Abfälle, können sie darauf hinweisen und informieren.

Recycling funktioniert nur, wenn richtig getrennt wird

Dass richtige Mülltrennung einen Unterschied macht, zeigen aktuelle Recyclingzahlen: 70,8 Prozent der bei den dualen Systemen gemeldeten Kunststoffverpackungen wurden 2024 werkstofflich verwertet. Wie wichtig das für den Schutz von Klima und Ressourcen ist, belegt eine Studie des Öko-Instituts: So werden in Deutschland durch Verpackungsrecycling im Jahr rund vier Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe erzeugt. Sie sind eine wichtige Rohstoffquelle für die Herstellung neuer Produkte. Hinzu kommt: Die Verwertung von Verpackungen aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack, aus Glas sowie aus Papier, Pappe und Karton in Deutschland spart jährlich 1,95 Millionen Tonnen CO₂‑Äquivalente ein.

Aufklärungstruck in der Region

Die Aufklärungs-Showtrucks von „Deutschland trennt.” machen im FLZ-Verbreitungsgebiet Halt:

  • Donnerstag, 11. Juni, 9 bis 12 Uhr, Martin-Luther-Platz, Ansbach
  • Donnerstag, 11. Juni, 15 bis 18 Uhr, Bahnhofstraße 11a, Neuendettelsau
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