Engelhardt und Geißbauer in Burgbernheim: Die Staatsanwaltschaft ermittelt | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 28.03.2025 16:07, aktualisiert am 31.03.2025 13:19

Engelhardt und Geißbauer in Burgbernheim: Die Staatsanwaltschaft ermittelt

Gegen den Geschäftsführer von Engelhardt + Geissbauer ermittelt aktuell die Staatsanwaltschaft Regensburg. Hier sind die Innenräume in Burgbernheim bei der Einweihung nach einem Brand in 2022 zu sehen.  (Archivbild: Günter Blank)
Gegen den Geschäftsführer von Engelhardt + Geissbauer ermittelt aktuell die Staatsanwaltschaft Regensburg. Hier sind die Innenräume in Burgbernheim bei der Einweihung nach einem Brand in 2022 zu sehen. (Archivbild: Günter Blank)
Gegen den Geschäftsführer von Engelhardt + Geissbauer ermittelt aktuell die Staatsanwaltschaft Regensburg. Hier sind die Innenräume in Burgbernheim bei der Einweihung nach einem Brand in 2022 zu sehen. (Archivbild: Günter Blank)

Nach den turbulenten Wochen des Insolvenzverfahrens und der anstrengenden Übernahme sollte endlich der normale Betrieb bei Engelhardt und Geißbauer anlaufen. Doch dann gab die Staatsanwaltschaft in Regensburg bekannt, dass sie wegen Insolvenzverschleppung ermittelt – unter anderem gegen Stefan Bauereiß.

Bauereiß war und ist Geschäftsführer des Holzbauunternehmens Engelhardt und Geißbauer sowie der Mohr-Töchter in Leutershausen. Gegenüber der FLZ zeigte er sich zuversichtlich, dass sich die Vorwürfe auflösen. Denn: „Das Vorgehen war mit dem Insolvenzverwalter und dem Insolvenzgericht abgestimmt.“ Wegen der vielen Firmen, die im Zuge der Ziegler-Pleite zeitgleich in die Zahlungsunfähigkeit rutschten, habe man sich geeinigt, die Anträge nach einer gewissen Systematik einzureichen, erklärte Bauereiß.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hält sich bedeckt zu den Vorwürfen. „Da sich die Ermittlungen in einem sehr frühen Stadium befinden, kann ich keine Auskünfte erteilen, aufgrund welcher Auffälligkeiten bei Gesellschaften ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde“, so Pressesprecher Thomas Rauscher.

Ziegler-Gruppe war lange auf Expansionskurs

Fürs Verständnis der Vorwürfe ist ein Blick zurück erforderlich. Die oberpfälzische Ziegler-Gruppe war lange auf massivem Expansionskurs. 2019 übernahm Stefan Ziegler alle Anteile von Engelhardt und Geißbauer und den angegliederten Firmen. Zwei Jahre später kamen die Zimmerei Mohr und Mohr Holzhaus dazu. Als die Ziegler-Gruppe strauchelte, zog sie die westmittelfränkischen Betriebe mit, weil die Verträge eine gegenseitige Haftung vorsahen.

Stefan Bauereiß (li.) und Josef Fürnkäs jun. – hier in der Produktionshalle in Schwebheim – setzen auf einen Neustart für Engelhardt und Geißbauer. Nachdem die Formalitäten nun allesamt erledigt sind, soll nun wieder der Bau von Holzhäusern im Mittelpunkt stehen. (Foto: Robert Maurer)
Stefan Bauereiß (li.) und Josef Fürnkäs jun. – hier in der Produktionshalle in Schwebheim – setzen auf einen Neustart für Engelhardt und Geißbauer. Nachdem die Formalitäten nun allesamt erledigt sind, soll nun wieder der Bau von Holzhäusern im Mittelpunkt stehen. (Foto: Robert Maurer)

Nach der Ziegler-Pleite: Wie sich Engelhardt und Geißbauer freischwimmen will

Der Holzhausbauer mit Sitz in Burgbernheim sieht sich dem Vorwurf der Insolvenzverschleppung ausgesetzt. Dabei gibt es eigentlich eine gute Entwicklung.
30.03.2025 07:00
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Nach dem Insolvenzantrag am 6. Dezember drängte die Zeit. Insvolvenzausfallgeld zahlte die Agentur für Arbeit nur bis Anfang Februar. Nachdem die Investoren gefunden waren, mussten binnen weniger Wochen die Finanzierung mit der VR-Bank Mittelfranken Mitte aufgestellt, die Notarverträge unterschrieben sowie Lösungen mit den Leasingfirmen für die Maschinen gesucht werden. Am 6. Februar startete die neue Firma Engelhardt und Geißbauer. Die Arbeit ging weiter: Gewerbeanmeldung, Einträge bei der Handelskammer, Umschreiben von Versicherungen oder das Ummelden von Firmenfahrzeugen galt es abzuarbeiten.

Hintergrund

Das Konstrukt der Firmen

Zu Engelhardt und Geißbauer gehörten neben der Holzhausfirma selbst, die Schwebheimer Holzelemente, die Haustechnikfirma Sendel und Göß, die E+G Besitzgesellschaft (alle mit Sitz in Schwebheim), die Zimmerei Mohr und Mohr Holzhaus (Sitz in Leutershausen).
Neuer Eigentümer ist die eigens gegründete FBSL Holding GmbH. Hinter dieser stecken Josef Fürnkäs sen. und Josef Fürnkäs jun. aus Mitteleschenbach sowie Thomas Latteier, der in Mitteleschenbach eine Zimmerei und ein Transportunternehmen betreibt. Der bisherige Geschäftsführer Stefan Bauereiß und der bisherige Projektleiter Marco Stäudtner haben ebenfalls Anteile an der FBSL Holding und bilden die neue Geschäftsführung.

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