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Veröffentlicht am 14.03.2026 12:00

Entdecken und Schützen: Bund Naturschutz startet Hummel-Challenge im Kreis Ansbach

Bei der Hummel-Challenge können Naturfreundinnen und -freunde im Landkreis helfen, das Vorkommen heimischer Hummelarten direkt vor der eigenen Haustür zu dokumentieren. Sie läuft von Freitag, 20. März, bis Donnerstag, 9. April und wird vom Bund Naturschutz (BN) mit dem Wildbienen-Monitoring am Thünen-Institut in Braunschweig organisiert.

Jede Beobachtung hilft, mehr über die Verbreitung und Vielfalt heimischer Hummelarten zu erfahren, und leistet damit einen Beitrag zum Artenschutz, so der Bund Naturschutz in einer Pressemitteilung. Gerade im zeitigen Frühjahr beginnt für Hummeln eine entscheidende Phase.

„Jungköniginnen erwachen jetzt aus ihrer Winterruhe“

„Jungköniginnen, die den Winter in der Erde oder in anderen geschützten Verstecken überdauert haben, erwachen jetzt aus ihrer Winterruhe”, erklärt Maria Hetzel von der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Ansbach. Zunächst müssen die Hummeln dringend Energie tanken. Ohne ausreichend Pollen und Nektar können sie kein Volk gründen. Erst wenn sie genügend Nahrung gefunden haben, beginnen sie mit der Suche nach einem geeigneten Nistplatz, etwa in verlassenen Mäusenestern oder dichten Graspolstern. „Ob eine Königin jetzt erfolgreich ist, entscheidet darüber, ob im Sommer ein ganzes Hummelvolk entsteht.”

Besonders Weidenarten wie die Salweide spielen dabei laut BN eine zentrale Rolle. Ihre Blüten liefern bereits ab März reichlich Nektar und eiweißreichen Pollen und sind damit eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Hummelköniginnen im Frühjahr. Auch Frühblüher wie Krokusse, Märzenbecher, Taubnesseln oder Lungenkraut sind wertvolle Rastplätze für die pelzigen Bestäuber.

Teilnahme über App

Die Teilnahme erfolgt über die kostenlose App ObsIdentify oder Observation. Hummeln können fotografiert und die Bilder dort hochgeladen werden. Eine integrierte KI unterstützt bei der Bestimmung der Art. Zusätzlich prüfen Expertinnen und Experten alle Meldungen, um eine hohe Datenqualität sicherzustellen.

Die gesammelten Daten fließen in das bundesweite Wildbienen-Monitoring in Agrarlandschaften des Thünen-Instituts ein. So entsteht ein genaueres Bild über das aktuelle Vorkommen der Hummelarten in Bayern und ganz Deutschland. Langfristig helfen diese Informationen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gezielte Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

Begleitend zur Aktion lädt der Bund Naturschutz zu einem Hummel-Quiz ein. Mit etwas Glück können die Teilnehmenden eines von zehn Hummel-Überraschungspaketen gewinnen. Eine zweite Aktionsrunde folgt im Sommer vom 20. Juni bis 3. Juli.

Weitere Informationen zur Teilnahme an der Hummel-Challenge sind unter www.bund-naturschutz.de/aktionen/hummel-challenge zu finden.

Eine Gartenhummel an einer Weidenblüte. (Foto: Jann Wübbenhorst)
Eine Gartenhummel an einer Weidenblüte. (Foto: Jann Wübbenhorst)
Eine Gartenhummel an einer Weidenblüte. (Foto: Jann Wübbenhorst)

Anna Beigel
Anna Beigel
Redakteurin für Westmittelfranken und Landkreis Ansbach
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