Er war ein Maskottchen mit GPS-Halsband: Elch Bert ist tot | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 24.09.2026 14:09, aktualisiert am 24.09.2026 14:32

Er war ein Maskottchen mit GPS-Halsband: Elch Bert ist tot

Nicht nur die Wissenschaftler trauern um ihn - auch für Menschen im Naturpark ist sein Tod ein Verlust. (Archivbild) (Foto: Ingolf König-Jablonski/dpa-Zentralbild/ZB)
Nicht nur die Wissenschaftler trauern um ihn - auch für Menschen im Naturpark ist sein Tod ein Verlust. (Archivbild) (Foto: Ingolf König-Jablonski/dpa-Zentralbild/ZB)
Nicht nur die Wissenschaftler trauern um ihn - auch für Menschen im Naturpark ist sein Tod ein Verlust. (Archivbild) (Foto: Ingolf König-Jablonski/dpa-Zentralbild/ZB)

Der bekannte Elch Bert - seit fast neun Jahren mit GPS-Halsband in Brandenburg unterwegs - ist gestorben. Seit Februar 2018 lebte das Tier in Deutschland und wurde ständig von Wissenschaftlern beobachtet, die sein Verhalten aufzeichneten. „Sein Tod macht uns sehr traurig“, sagt Wildtierexperte Frank-Uwe Michler von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. „Fast neun Jahre lang wussten wir praktisch jeden Tag, wo er sich aufhielt.“

Bert habe für einen wissenschaftlichen Datensatz gesorgt, der die Forschung noch lange begleiten werde, so Michler. Im Naturpark Nuthe-Nieplitz in den Landkreisen Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark hatte der Elch eine dauerhafte Heimat gefunden. Zur Brunftzeit lebte er auf einer Rinderweide, sonst war er wie bei Elchen üblich als Einzelgänger in einem Gebiet von rund 10.000 Hektar unterwegs. Über die Zeit hinweg habe er sich „zu einem regelrecht Maskottchen“ entwickelt.

Jetzt nur noch vier Elche in Brandenburg

Wodurch der Elch am vergangenen Samstag starb, ist nicht endgültig geklärt. Auch nach einer Sektion im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin bleiben Fragen offen. Er habe schwere Verletzungen an seiner Flanke gehabt, so Michler. „Ein stumpfes Trauma, das ein etwa fußballgroßes Hämatom verursacht hat.“ Möglicherweise hatten die Rinder auf der Weide etwas damit zu tun - oder ein zweiter Elchbulle, der im Streifgebiet von Bert aufgetaucht war und inzwischen weitergezogen ist.

Mit Bert lebten nach Einschätzung von Wildtierexperten zuletzt fünf wilde Elche im Bundesland Brandenburg. Nun sind es nur noch vier. Michler sagt: „Das ist momentan viel im Vergleich zu den Jahren davor.“

© dpa-infocom, dpa:260924-930-737988/2


Von dpa
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