Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte am späten Montagnachmittag gegen 17.15 Uhr zu einem Einsatz am Hochhaus am Königsberger Weg in Rothenburg aus. Gemeldet worden war Rauchentwicklung aus einer Wohnung im zweiten Stock.
Die Ursache war schnell gefunden. Wie die Polizei mitteilt, hatte ein 76-jähriger Mann Garnelen bei voller Hitze auf dem Herd zubereitet und anschließend die Wohnung verlassen, um einkaufen zu gehen.
Als er rund 30 Minuten später zurückkehrte, bemerkte er von außen Rauch, der aus dem Küchenfenster drang, und alarmierte die Feuerwehr.
Da sich die Wohnung in einem Mehrfamilienhaus befindet, rückten die Feuerwehren Rothenburg, Neusitz und Bettenfeld mit insgesamt 35 Einsatzkräften an.
Die Brandschützer waren zu einem entsprechend frühen Zeitpunkt vor Ort. Die Rauchentwicklung hatte noch nicht zu einem echten Feuer geführt. Es sei kein Löschangriff mit Wasser oder Schaum vonnöten gewesen, erklärte vor Ort Stadtbrandinspektor Manuel Gerich. Die Wohnung mit Überdruck zu entlüften, habe genügt.
Personen wurden nicht verletzt, auch am Gebäude entstand laut Polizeibericht kein Schaden. Gegen den Hobbykoch wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Wenn ein Hochhaus mit entsprechend vielen Wohnungen und Menschen, die darin lebten, betroffen sei, werde grundsätzlich Großalarmierung mit entsprechend vielen Feuerwehrfahrzeugen und Rettungsdienst-Einheiten ausgelöst, so Gerich. Es gehe hier darum, für gravierendere Einsätze genügend Personal vor Ort zu haben, das dann bei Bedarf auch Evakuierungen in großem Stil vornehmen könne. In diesem Fall sei das glücklicherweise nicht nötig gewesen.