Hitzewelle und Trockenheit: Aktuell vergeht kaum ein Tag ohne einen Feld- und/oder landwirtschaftlichen Maschinenbrand in Westmittelfranken. Am Samstag gegen 12.45 Uhr heulten erneut Sirenen. Aktuell läuft ein Feuerwehreinsatz nahe dem Oberdachstettener Ortsteil Anfelden (Landkreis Ansbach).
Zwischen Anfelden und der Munasiedlung an der Landkreisgrenze zwischen Ansbach und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim ist derzeit eine dunkle Rauchwolke zu sehen. Ursächlich hierfür ist ein Brand einer landwirtschaftlichen Maschine in der Flur. Darüber informierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Ansbach auf Nachfrage unserer Redaktion.
Die Feuerwehren aus Oberdachstetten und Anfelden (Landkreis Ansbach) sowie aus Burgbernheim und Marktbergel (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) haben laut ILS die Löscharbeiten aufgenommen.
Nach ersten Informationen ist eine Ballenpresse in Brand geraten. Die Flammen haben auch auf ein angrenzendes Feld übergegriffen, informiert Rainer Weiskirchen, Feuerwehrsprecher im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Rund 5000 Quadratmeter sind betroffen.
Landwirte unterstützen bei den Löscharbeiten und zogen unter anderem mit Grubbern Schneisen, damit das Feuer kein weiteres Futter findet. Unter Atemschutz bugsieren die Feuerwehrkräfte derzeit laut Weiskirchen auch das restliche Stroh aus der Presse und löschen es ab. Vor allem, um vor Ort genügend Wasser zur Verfügung zu haben, wurden gleich vier Feuerwehren alarmiert, so Weiskirchen.
Bereits am Freitag hatten sich im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zwei größere Feldbrände ereignet. Zwischen Westheim und Marktbergel standen 10.000 Quadratmeter in Flammen, bei Bad Windsheim sogar rund 20.000.
Im Wilburgstettener Areal Limburg (Landkreis Ansbach) brannten am Freitag ebenfalls gut 400 Quadratmeter einer Wiese. Allerdings war diesmal ausnahmsweise die Trockenheit nicht der Hauptauslöser, vielmehr verursachte der Grundstückseigentümer das Feuer selbst, wie die Dinkelsbühler Polizei mitteilt. Er hatte zuvor Asche auf dem Gelände entsorgt, die allerdings schon einige Tage alt gewesen sei, wie der Verursacher gegenüber den Beamten angab. Entsprechend war er selbst erstaunt über den Brand. Die Feuerwehr hatte die Flammen rasch unter Kontrolle, verletzt wurde niemand. Gegen den Eigentümer wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Die Dinkelsbühler Polizei weist in diesem Zusammenhang dringend darauf hin, während der Hitzewelle mit der einhergehenden Trockenheit „bei allen Arbeiten im Freien auf offenes Feuer, mögliche Funkenquellen etc. zu achten beziehungsweise diese Arbeiten nur mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen”. Auch die Waldbrandgefahr ist derzeit sehr hoch. Entsprechend werden Wanderer und Waldarbeiter zur Vorsicht aufgerufen. Die Regierung von Mittelfranken hat deshalb auch entsprechende Beobachtungsflüge angeordnet.
Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald weitere Informationen vorliegen.