Folgen der Sperrung: B13-Baustelle sorgte für Ärger in Merkendorf | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 06.12.2024 15:00

Folgen der Sperrung: B13-Baustelle sorgte für Ärger in Merkendorf

Über mehrere Monate mussten die Merkendorfer mit Verkehrseinschränkungen zurechtkommen. Umso größer ist nun die Freude, dass die B 13 wieder offen ist. (Foto: Robert Maurer)
Über mehrere Monate mussten die Merkendorfer mit Verkehrseinschränkungen zurechtkommen. Umso größer ist nun die Freude, dass die B 13 wieder offen ist. (Foto: Robert Maurer)
Über mehrere Monate mussten die Merkendorfer mit Verkehrseinschränkungen zurechtkommen. Umso größer ist nun die Freude, dass die B 13 wieder offen ist. (Foto: Robert Maurer)

Das Aufatmen ist groß in Merkendorf, dass die B 13 nach viermonatiger Bauzeit nun endlich wieder offen ist. Unverständnis zeigte Bürgermeister Stefan Bach im Gespräch mit der FLZ über die Uneinsichtigkeit einiger Autofahrer.

Merkendorf und die Bundesstraße – das ist ein zwiespältiges Verhältnis. Auf der einen Seite warten die Bewohner des Ortes sehnsüchtig auf die Umfahrung. Auf der anderen Seite ist die Trasse mitten durch den Ort eine Lebensader, die den Märkten im Süden der Stadt und der Tankstelle zusätzliche Kundschaft beschert.

Im Sommer hat das Staatliche Bauamt Ansbach damit begonnen, die B 13 zwischen Leidendorf und der Heglauer Kreuzung sowie angrenzende Bereiche zu sanieren. Die Stadt hat sich an die Maßnahme angehängt und Straßeneinmündungen, den Abwasserkanal, Leitungen, Gehwege und Hausanschlüsse erneuert.

Lkw fuhren gegen die Einbahnstraße: nur Hindernisse halfen

Fünf Bauabschnitte, jeweils unter Vollsperrung, verbunden mit teilweise großräumigen Umleitungen, mehr als drei Monate. Das zehrt natürlich an den Nerven. Dennoch hat Bürgermeister Bach kein Verständnis für das Verhalten mancher Autofahrer. „Wir mussten Bauzäune, Absperrungen und Verkehrsschilder aus dem Straßengraben ziehen“, hat er bei mehreren öffentlichen Veranstaltungen in den vergangenen Wochen kopfschüttelnd erzählt. „Da sind Lkw gegen die Einbahnstraße in die Baustelle gefahren, bis es nicht mehr weiterging.“ Die Baufirma habe sich irgendwann nicht mehr anders zu helfen gewusst, als tonnenschwere beladene Paletten in den Weg zu stellen.

Auch Bachs Stellvertreter Herbert Argmann ärgert sich über die Unvernunft. An einem Abend habe er einen Pkw-Fahrer beobachtet, der einfach Richtung Süden auf die Bundesstraße bog, obwohl diese zu dem Zeitpunkt eine Einbahnstraße in Richtung Norden war. „Der ist dann aufs Gas mit hoher Geschwindigkeit davon“, schilderte er in der Bürgerversammlung.

Rund 6,3 Kilometer Bundesstraße wurden erneuert

Für die Firmen seien die Bauarbeiten natürlich mit erheblichen Einschränkungen und auch mit Einbußen verbunden gewesen, räumte Bach in der Bürgerversammlung ein. Er sei froh, dass es gelungen ist, die Zufahrt zum Energiepark an einem Wochenende frisch zu machen. Bach: „Das war eine echte Herausforderung. Aber wir haben es geschafft.“ Die dort ansässigen Firmen hatten gegen die ursprünglichen Pläne protestiert, die eine mehrtägige Sperrung vorsahen.

Das Problem: Neben der Zufahrt von der B 13 gibt es nur noch eine weitere Zufahrt von Neuses. Die ist aber in der Höhe beschränkt, große Lastwagen passen da nicht durch.

Noch liegt die Abrechnung vom Staatlichen Bauamt für die Sonderschicht am Wochenende nicht vor, sagte Bach. „Darauf bin ich echt gespannt.“ Bei der Maßnahme wurden rund 1,1 Kilometer Staatsstraße und 6,3 Kilometer Bundesstraße erneuert. Bund und Freistaat investierten etwa 2,5 Millionen Euro, die Stadt Merkendorf hat ihren Anteil mit 360.000 Euro kalkuliert. Immerhin wurde der Zeitplan punktgenau eingehalten. Sogar die Markierungsarbeiten konnten noch im November abgeschlossen werden.

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