Mit 80 Friedensplakaten aus den 1980er Jahren wird der Verein „ART inter REGIONAL“ bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr in Dinkelsbühl zu Gast sein. Die Ausstellung im Kunstgewölbe im Spitalhof passt zum Motto der diesjährigen Langen Kulturnacht „Give peace a chance”, die am Samstag, 8. November, stattfindet.
Die Auswahl der 2000 Plakate der International Peace Poster Exhibition, die Lutz Schoenherr aus Edenkoben gesammelt hat, dokumentiert Weise die vielfältigen Aktivitäten der internationalen Friedensbewegung, ihre Kampagnen und Aktionen in den 1980er Jahren, teilt der Verein mit.
Sie deckt Themenbereiche ab wie zum Beispiel Frieden im allgemeinen Sinn, richtet sich gegen weltweite Aufrüstung, plädiert für das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung, fordert die Einhaltung der Menschenrechte, weist hin auf das Schicksal von Kindern in Kriegen und unterstützt Projekte zur Friedenserziehung. Des Weiteren wendet sie sich gegen Rüstungs- und Waffenexporte, erkennt Zusammenhänge zwischen Wettrüsten und Armut in der Welt, informiert über internationale Solidarität und berichtet über die Arbeit weltweit aktiver NGOs, die sich für ein friedlicheres Zusammenleben aller Menschen einsetzen.
Um der Ausstellung einen angemessenen Rahmen zu bieten, werden die Plakate nicht nur in der „Langen Kulturnacht“ am Samstag, 8. November, von 18 bis 23 Uhr präsentiert. Bereits am Freitag, 7. November, findet im Kunstgewölbe um 19 Uhr die Vernissage statt. Nach der Eröffnung der Ausstellung durch Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer will Lutz Schoenherr in einemImpulsreferat unter der Überschrift „verpasste Chancen“ mit einem Rückblick auf die Geschichte den Blick für aktuelle friedensrelevante Themen schärfen, heißt es in der Ankündigung.
Dies sei nach seiner Auffassung die Voraussetzung, dass „Give peace a chance“ wirklich eine Chance habe. Die Ausstellung werde zwar keine einfachen Antworten auf schwere Fragen anbieten. Wenn die Besucherinnen und Besucher aber angeregt würden, über aktuelles Geschehen neu nachzudenken, habe sie ihren Zweck schon erfüllt, heißt es in der Pressemitteilung.
In der Woche nach der Kulturnacht kann die Ausstellung von Sonntag, 9., bis einschließlich Sonntag, 16. November, besucht werden. Ein kleinerer Teil kann zudem im Atelier im Alten Bauhof der Dinkelsbühler Künstlergruppe „Art+Farbe“ zu den üblichen Öffnungszeiten betrachtet werden.