Wer anderen Menschen die Schönheiten der Natur zeigen will, kann das im Herbst lernen. In Colmberg und Scheinfeld gibt es eine Qualifizierung an vier Wochenenden.
Bundesweit gibt es eine einheitliche Ausbildung zu Zertifizierten Natur- und Landschaftsführern und -führerinnen. Sie steht allen Interessierten offen und findet in Westmittelfranken an vier Wochenenden im Oktober und November statt.
„Mit der gemeinsamen Ausbildung möchten wir Menschen aus der Region dafür begeistern, ihr Wissen über Natur, Kultur und Landschaft weiterzugeben und sich als Botschafterinnen und Botschafter ihrer Heimat zu engagieren“, erklärten die beiden Naturpark-Geschäftsführungen Benjamin Krauthahn (Naturpark Frankenhöhe) und Sandra Baritsch (Naturpark Steigerwald) in einer Pressemitteilung. Sie sind sicher, dass damit auch mehr qualitativ hochwertige Naturerlebnis- und Bildungsangebote möglich werden.
Die beiden Naturparks wollen den Teilnehmenden einen besonders starken Bezug zur Praxis bieten. Ihre Fachkräfte begleiten Kurseinheiten und Exkursionen, um die Besonderheiten ihrer Regionen zu vermitteln. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem die Themen Naturschutz, Landschaftspflege, Ökologie, Geologie, Regionalgeschichte, Kulturlandschaft, Klima, Umweltbildung und Kommunikation. Gelehrt wird auch, wie Führungen organisatorisch und rechtlich geplant werden.
Der Lehrgang umfasst insgesamt elf Ausbildungstage und endet mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung. Nach erfolgreichem Abschluss sind die Teilnehmenden bundesweit als „Zertifizierter Natur- und Landschaftsführerin (BANU)“ anerkannt. Damit haben sie die Qualifikation, Naturführungen, Exkursionen und Bildungsangebote professionell zu konzipieren und durchzuführen.
Für den Kurs arbeiten die Naturparke Frankenhöhe und Steigerwald zusammen. Er richtet sich sowohl an erfahrene Wanderführerinnen und Wanderführer als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger ohne Vorkenntnisse, die sich ehrenamtlich oder beruflich in der Umweltbildung und Besucherbetreuung engagieren möchten.