Bei einem Ortstermin haben sich die Mitglieder des Steinsfelder Gemeinderats ein Bild von der Parksituation an der Diakoniestation in Hartershofen gemacht. Seit Jahren werde von Mitarbeitenden moniert, dass es für sie zu wenige Stellplätze gebe, hieß es.
Bürgermeisterin Margarita Kerschbaum berichtete von einem Antrag des Vorsitzenden des Diakonievereins Rothenburg Nord, Pfarrer Reinhard Baust, die vor gut zehn Jahren gebauten Garagen wieder zurückzubauen und die entstehende Fläche zu pflastern. Um die Zufahrt zu diesem Bereich zu ermöglichen, müsste ein Sperrpfosten auf dem Weg versetzt werden. Damit soll eine Durchfahrt weiterhin ausgeschlossen werden. Für die Sicherheit des Spielplatzes würde voraussichtlich ein Zaun notwendig werden.
Gemeinderat Marius Schopf betonte, dass er grundsätzlich für solche Maßnahmen keine Spielplatzflächen opfern möchte. Gemeinderat Dr. Georg Huggenberger äußerte den Wunsch, dass die Diakonie das Grundstück optimal nutzen müsse, wenn schon Fläche versiegelt werde. Außerdem müsse gewährleistet sein, dass die Parkplätze ausschließlich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Diakonie zur Verfügung stehen. Das gemeindliche Einvernehmen zur Erschließung des betreffenden Grundstücks von nördlicher Seite her wurde erteilt. Marius Schopf votierte mit Nein. Es war die einzige Gegenstimme.
In der Sitzung ging es auch um Feuerwehrbelange. So sei der Antrag auf Vorbescheid für den Neubau eines Gerätehauses in der Gemarkung Hartershofen eingereicht worden, hieß es. Als mögliche Standorte kämen Flächen in Friedhofsnähe oder im Umfeld der Kläranlage in Frage. Eine Ausnahmeregelung für Bauen im Außenbereich sei ebenfalls beantragt, so die Bürgermeisterin. Den Antrag auf Vorbescheid habe sie im Zuge ihrer Befähigung als bauvorlagenberechtigte Entwurfsverfasserin gestellt. Der Gemeinde entstünden keine Planungskosten.
Die Wahl von Daniel Krämer zum Kommandanten der Hartershöfer Feuerwehr und Krister Gehringer zu seinem Stellvertreter wurde vom Gremium bestätigt, verbunden mit der Auflage, dass Daniel Krämer einen noch fehlenden Lehrgang absolviert.
Die Freiwillige Feuerwehr Hartershofen verfüge derzeit nicht über ausreichend Fahrer mit Führerscheinklasse C, wurde berichtet. Damit sei ein Ausrücken der Wehr nicht dauerhaft gewährleistet. Albert Herrmann und Samuel Schmidt hätten sich bereiterklärt, die notwendige Prüfung abzulegen. Pro Person entstünden Kosten in Höhe von etwa 3400 Euro, hieß es. Einstimmig wurde das gemeindliche Einvernehmen zur Übernahme der Kosten erteilt.
Die Trassenführung der N-Ergie im Bereich zweier Flurstücke in der Gemarkung Endsee muss geändert werden. Die untere Naturschutzbehörde habe mitgeteilt, dass im Bereich der beiden Flurstücke Daten des „Dunklen Wiesenkopf-Ameisenbläulings“ vorliegen. Diese Tagfalterart war vom Bund Naturschutz zum Schmetterling des Jahres 2026 gekürt worden.
Um artenschutzrechtliche Verbotstatbestände zu vermeiden, führe die neue Trasse nun über den bestehenden Feldweg (Flurstück 112, Gemarkung Endsee) über den Bereich der Zufahrt zum Schalthaus. Das gemeindliche Einvernehmen wurde einstimmig erteilt.
Der Gemeinderat beschloss außerdem einstimmig die Teilnahme an der Lokalen Aktionsgruppe Region an der Romantischen Straße für die Leader-Förderperiode 2028 bis 2034. Außerdem unterstützt die Gemeinde Steinsfeld die LAG-Region an der Romantischen Straße ab dem Jahr 2026 mit einem jährlichen Mitgliedsbeitrag von 1,40 Euro pro Einwohnerin und pro Einwohner.