Viel zu tun haben Elisabeth Seeg-Probst und Katja Wölfing. Die beiden unterstützen das viel beschäftigte Christkind der Neustädter Werbegemeinschaft „NEA-Aktiv”, die zahlreichen Briefe zu beantworten, in denen die Kinder ihre Wünsche zu Papier bringen.
Auch dieses Mal haben es jedoch etliche Jungen und Mädchen beziehungsweise deren Eltern wieder versäumt, den Absender zu vermerken. „Das ist äußerst schade”, bedauern Seeg-Probst und Jule-Marie Wolf, die erneut ins Gewand des NEA-Aktiv-Christkinds geschlüpft ist. So können sie den Kindern keinen Antwortbrief schicken. Deshalb ihr Appell an all diejenigen, die in den nächsten Tagen noch ihren Wunschzettel in den geschmückten weißen Briefkasten am Neustädter Rathaus werfen: Bitte die Adresse nicht vergessen.
Rund 60 farbenfrohe Briefe trudelten inzwischen ein – und damit einige mehr als im Vorjahr zu dieser Zeit. Viele Wünsche nahm die 15-jährige Schülerin schon während ihrer Besuche in Kindergärten, bei der Seniorenweihnacht, in der Grundschule Neues Schloss, im Martin-Luther-Haus in Diespeck, während des Neustädter Weihnachtsmarktes, beim Besuch im Kino, bei ihrem Gang durch die Innenstadt und in der Caritas-Tagespflege in Emskirchen entgegen. Während sich die Kinder oft Spielzeug wünschen, stehen bei den Seniorinnen und Senioren Gesundheit und das Feiern im Kreise der Familie hoch im Kurs.
Ein betagter Mitbürger hätte gern noch etwa anderes: Neben Frieden steht bei ihm ein weißer Porsche auf dem Wunschzettel ganz oben, erzählt das NEA-Aktiv-Christkind schmunzelnd. Ob es wirklich den flotten Sportflitzer gibt, wollte die „himmlische Botin” nicht verraten. Die Bitte, dass die weltweiten Kriege endlich enden mögen, will sie aber weitergeben.
Jemanden zum Spielen, wünscht sich ein kleiner Junge, seine Mutter würde sich über gute Laune, zufriedene Gäste und einen schönen Weihnachtsabend freuen. Um seine Chance zu erhöhen, dass die geliebten Geschenke wirklich Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum liegen, wies ein Knirps extra darauf hin, dass er das Jahr über brav war – zumindest meistens.
Lego, Schmuck, ein Fußball oder Tretauto, Malsachen, Nagellack und Lippenstift, ein Schminktisch, Rennautos, Barbie-Camper, ein Star-Wars-Schwert, ein Basketball-Trikot, Spiele, aber auch Bücher und Puzzle wurden von denen, die schon schreiben können, als Wünsche notiert. In einigen Fällen griffen die Eltern für ihre Kinder zu Stift und Papier. Damit das Christkind nicht aus Versehen das falsche Geschenk bringt, gingen manche Mädchen und Jungen auf Nummer sicher: Sie schnitten ihre Favoriten aus Prospekten aus und klebten die Bilder auf einen Briefbogen.
Lieber etwas mehr melden, lautete bei vielen die Devise. Da kamen schnell gleich zwei oder drei Seiten zusammen. Viel Arbeit für das „Christkind”. Oft wurde alles noch mit Zeichnungen umrahmt. Wenn gerade nichts Passendes zur Hand war, wurden die Wünsche, wie in einem Fall, einfach schnell auf einer Serviette verewigt, Hauptsache, sie sind gemeldet.
Einige Kinder denken aber nicht nur an sich, sondern teilten auch mit, was die anderen Familienmitglieder gerne hätten. Noch bis Ende der Woche kann man dies dem Christkind der Werbegemeinschaft mitteilen, das in diesem Jahr mit einer neuen Krone und einem neuen Umhang ausgestattet wurde, den es über dem langen goldenen Unterkleid trägt. Jule-Marie Wolf und ihre Helferinnen müssen sich nun sputen, um die Post noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest beantworten zu können. Ob alle Wünsche in Erfüllung gehen, wird sich dann am 24. Dezember zeigen.