Was tun nach dem Hochschulabschluss? Nicht alle Absolventen streben eine Beschäftigung in einem Unternehmen an. Manche wollen ihr eigener Boss sein und eine eigene Firma gründen. Die Gründungsberatung der Hochschule Ansbach hilft dabei. Nun ist diese ins ANswerk umgezogen, auch um das Netzwerk auszubauen.
„Wir wollen Beratung und einen Platz für Gründer mit Büros und Raum zum Netzwerken bieten und eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Unternehmer, Gründer und Institutionen schaffen“, erklärt ANswerk-Managerin Alida Lieb. Die Organisation will bei der Unternehmensgründung und der Verwirklichung von eigenen Firmenideen helfen. Ganz neu ist nun die Gründungsberatung der Hochschule Ansbach in den Standort am Posthof eingezogen.
Die Gründungsberatung unterstützt, gibt Ratschläge und bietet Kurse zur Firmengründung an. Zielgruppe sind Studierende, Promovierende oder Absolventen der Hochschule Ansbach oder eine der Verbundhochschulen aus Mittelfranken. Durch die Ansiedlung am ANswerk entsteht eine Nähe zu anderen Gründungsinitiativen.
Oberbürgermeister Thomas Deffner sieht einen Impuls für Gründer: „Die Anlaufstellen für Gründer sind in Ansbach nicht nur räumlich nah bei einander, sondern werden in Zukunft noch intensiver zusammenarbeiten. Der Einzug der Gründungsberatung der Hochschule ist ein Schritt mit Strahlkraft und ein Ausdruck der Kooperation zwischen Stadt, Landkreis und Hochschule.“ Hochschul-Präsident Professor Dr.-Ing. Sascha Müller Feuerstein sagt: „Die Zusammenarbeit zwischen ANswerk und der Gründungsberatung der Hochschule besteht schon länger. Es kommt nun zusammen was auch zusammen gehört.“
Landrat Dr. Jürgen Ludwig sieht die Kooperation und die Möglichkeit der Vernetzung als wichtigen Pfeiler der Hochschule. Gerade in der aktuellen Zeit mit viel Unsicherheit sei dieser Schritt wichtig: „Es gibt Thesen, die sagen, dass Krisen die besten Momente für eine Gründung sind. Das Investieren in neue Ideen ist wichtig.“
Professor Johannes Hähnlein leitet die Gründungsberatung der Hochschule. Er vergleicht das Studium und die anschließende Gründung einer Firma mit einer langen Reise. Gerade darum sei es wichtig, die Gründungsberatung am ANswerk anzusiedeln: „Die Studierenden sollen raus aus den geschützten Räumen der Hochschule.“ Dies mache es einfacher, eine Nähe zur Wirtschaft herzustellen.
Managerin Lieb verrät auch, was gerade der aktuelle Trend bei Firmengründungen ist: „Alles, was irgendwie mit Digitalisierung zu tun hat. Die Branche ist dann relativ offen.“