Beim Weltcup in Argentinien blieb die Sportschützin Hanna Bühlmeyer aus Frankenhofen in den beiden wichtigen Einzeldisziplinen unter ihren Möglichkeiten. Entsprechend kritisch sieht die 28-Jährige ihre Weltcup-Premiere.
„International reicht das bei Weitem nicht, um vorne dabei zu sein“, so Bühlmeyer.
Nach Rang 27 im Kleinkaliber-Dreistellungskampf mit unterdurchschnittlichen 575 Ringen belegte die Bundesligaschützin des Bund München mit dem Luftgewehr den 25. Platz. Ein gleichmäßiger Wettkampf über 60 Schuss hinweg ergab 627,3 Ringe (Zehnerserien 103,7, 104,0, 104,9, 105,6, 105,0, 104,1).
631,6 Ringe waren nötig, um sich einen Platz im Finale zu sichern. Das schafften auch die anderen deutschen Frauen nicht. Hinter Anita Mangold (Ulm, 14., 629,9) und Hanna Steffen (Ohlweiler, 17., 629,5) war Bühlmeyer die drittbeste Deutsche und lag damit vor Nele Stark (Güglingen, 30., 625,6) und Lisa Grub (Weingarten, 37., 621,6).
Platz eins in der Qualifikation belegte Die Koreanerin Eunji Kwon mit herausragenden 636,7 Ringen. Im Finale schob sich die 18-jährige Chinesin Zifei Wang auf Rang eins. Im Kleinkaliberwettkampf waren die Bedingungen durch starken Wind sehr schwierig. Außerdem hatte Bühlmeyer im Hinblick auf die Europameisterschaft in diesem Jahr den Fokus auf das Luftgewehrtraining gelegt.
„Ein solider Start mit dem Kleinkaliber hätte sich positiv ausgewirkt. Ich war dann schon etwas enttäuscht und leider ist es mir nicht gelungen, die positive Einstellung rechtzeitig wieder zu finden“, berichtet Bühlmeyer, „und so bin ich mit meinem Luftgewehr-Wettkampf ziemlich unzufrieden und sehr niedergeschlagen. Ich habe noch das Beste daraus gemacht, musste ordentlich mit mir selbst kämpfen, aber ich bin am Ende natürlich unter meinen Möglichkeiten geblieben.“
Das abschließende Mixed bestritt Bühlmeyer gemeinsam mit Maximilian Dallinger (Freising). Der Start gestaltete sich schwierig (101,7). In den folgenden beiden Serie steigerte sich Bühlmeyer auf 104,4 und 104,6 Ringe (gesamt 310,7). Dallinger steuerte 315,8 Ringe bei, was Platz zwölf für das Team Germany 1 bedeutete.
Gut drei Ringe fehlten den beiden, um in den Kampf um die Medaillen einzugreifen.