Das geplante Dorfgemeinschaftshaus in Heglau ist einen Schritt weiter gekommen. Dennoch müssen sich die Heglauer noch etwas in Geduld üben.
Dafür ist es eine nachhaltige Lösung, die auch noch hilft, Kosten zu sparen, schilderte Bürgermeister Stefan Bach gegenüber der FLZ. Denn zum Dorfgemeinschaftshaus soll jener Holzbau werden, der bislang noch eine Kindergartengruppe der Weidachstrolche in der Lindenstraße beherbergt.
Die Stadt will einen neuen Kindergarten in der Nähe der Schule bauen, in dem vier Gruppen Platz finden. Wenn dieser im Jahr 2025 bezugsfertig ist, wird der Container am Kindergarten in der Lindenstraße nicht mehr benötigt. „Dann bauen wir das Ganze da ab und in Heglau wieder auf“, erklärte der Bürgermeister. Gut zweieinhalb Jahre müssen die Heglauer also noch warten.
Die Fundamente auf dem Areal des Spielplatzes können im Vorfeld gesetzt und die Anschlussleitungen gelegt werden. So soll das Versetzen selbst schnell gehen, wenn der neue Kindergarten in Betrieb geht. Ob hierfür alles komplett demontiert werden muss oder ein Transport in wenigen Teilen möglich sein wird, muss noch geklärt werden.
„Der Container ist für die Heglauer reserviert“, heißt es ganz konkret im Beschluss des Stadtrates. Der Holzbau ist 14 Meter lang und zehn Meter breit und hat damit eine gute Größe als Treffpunkt für das Dorf. Den Heglauern ging es stets nur darum, einen Treffpunkt für alle im Ort zu haben. Große Ansprüche an die Ausstattung haben sie nicht gestellt, betonte der Bürgermeister.
Was genau das Vorhaben kosten wird, ist Bach zufolge noch nicht berechnet. Die bislang geschätzten Kosten für ein neues Gebäude lagen bei rund 550.000 Euro. Bach geht davon aus, dass diese Summe durch die Umnutzung des vorhandenen Holzbaus etwa halbiert werden kann. Als nächste Schritte soll die Verwaltung nun klären, welche Vorarbeiten zu erledigen sind, ob hier Eigenleistungen der Dorfgemeinschaft möglich sind und ob Fördergelder aus dem Leader-Topf fließen können.
Ursprünglich hatte es die Idee gegeben, an das Feuerwehrhaus in Heglau anzubauen. Doch das stellte sich als nicht praktikabel heraus. Deshalb entschied sich der Stadtrat für den schräg gegenüberliegenden Spielplatz als Standort. So bleiben auch noch Erweiterungsmöglichkeiten für die Feuerwehr erhalten.